
Ihr Leben lang hat sich Eva gefühlt wie ein Floß, das hierhin und dorthin treibt. Nie hat sie ein Ziel angepeilt, einen Entschluss gefasst. Bis sie Holly kennenlernt und das Ruder übernimmt.
Maisku Myllymäki schreibt über zwei Frauen auf einer Insel, über Geschlechterrollen, Macht und Machtverhältnisse und den Wunsch nach Beachtung. Und über Vögel, Männer und Kaftane.
Der Nachricht von der Sichtung eines äußerst seltenen Blauwangenspints folgend, reist die Hobby-Ornithologin und Journalistin Eva aus der Stadt auf die Insel. Dort trifft sie auf Holly: Die berühmte ehemalige Schauspielerin lebt hier allein und hat den Vogel erstmals beobachtet. Holly redet pausenlos, auch über die intimsten Themen, isst mit den Händen und zeigt beim Lachen schamlos ihr Zäpfchen. Eva kommt kaum zu Wort. Sie spricht ohnehin wenig und selten aus, was sie denkt. Die schöne, irgendwie obszöne Holly mit ihren Männergeschichten und dem unendlichen Selbstbewusstsein weckt in Eva Begehren, Eifersucht, Ekel, Bewunderung, Hass. In nur sieben Tagen auf der grünen Insel, sieben Tagen mit Holly, geht in Eva eine unheimliche Veränderung vor. Sie hat die Reise angetreten, weil sie einen Vogel suchte. Gefunden hat sie so viel mehr. Doch zu welchem Preis?
»Man könnte
Holly
mit Ian McEwans Saturday vergleichen, der wohl genauesten Beobachtung von Details in der Literaturgeschichte. Maisku Myllymäki erschafft prägnante Prosa mit hypnotischer Wirkung. «
Kauppalehti, Helsinki
»Scharfsinnige psychologische Einblicke und ein erfrischender Stil. «
Helsingin Sanomat, Helsinki