Promised in Blood von Sadie Kincaid ist der zweite Band ihrer äußerst spicy Vampire Romantasy Reihe Broken Bloodlines.
Es geht weiter mit der Waise Ophelia Hart und ihren mittlerweile vier Männern, die abwechselnd oder gemeinsam um ihre Aufmerksamkeit kämpfen. Wie sich herausgestellt hat, ist Ophelia seit 500 Jahren die erste und einzige lebende Elementai und sie hat unglaublich mächtige Kräfte. Das bringt ihr jedoch zuerst nur eine riesige Zielscheibe auf dem Rücken ein, denn sie wäre tot oder lebendig für einige Wesen sehr wertvoll. Daran ändert auch die Verbindung zu dem mächtigen Vampir Alexandros Dracos und den drei führenden Mitgliedern der Ruby Dragon Society nichts. Ihre vier Seelengefährten beschützen Ophelia soweit sie können, aber sie muss zuallererst lernen, ihre neuen Kräfte zu beherrschen und richtig einzusetzen.
Ich liebe wirklich die Mafia Romances von Sadie Kincaid, die echt starke Frauenrollen zu bieten haben. Leider ist dies in ihrer blutigen Vampire Romance überhaupt nicht der Fall, denn Ophelia ist das krasse Gegenteil davon. Wenn ich schon im Auftaktband etwas kritisch war, so schafft es Ophelia in dieser Fortsetzung tatsächlich noch blasser, naiver, oberflächlicher und bedürftiger zu erscheinen, als zu Beginn der Story.
Wenn man wirklich jedes Kapitel zu mindestens neunzig Prozent mit Spice füllt, bleibt für irgendeine Handlung nur minimal Raum. Und ich bin grundsätzlich Pro-Spice und hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde. Aber es ist definitiv zu viel und total nervig. Die einzig nennenswerte Story mit Überraschung und Spannungsfaktor spielt sich in den letzten fünf Minuten ab und bis dahin darf man Ophelia und ihren vier Herrchen beim Spielen zusehen. Ophelia hat mich in ihrem Verhalten tatsächlich an einen Welpen erinnert, der immer gehorchen soll, Tricks lernen und bei Erfolg ein Leckerli bekommt. Oder hier eben was anderes. Sie entwickelt sich null weiter und es kann eigentlich nur besser werden. Wenn sie, wie immer betont wird, das mächtigste Wesen auf der Erde sein soll, sind wir alle verloren.
Die Punkte vergebe ich für den Schreibstil, die zwischen allen Hauptcharakteren wechselnden Perspektiven und die letzten Minuten echte Handlung. Der Cliffhanger war großartig und zeigt das eigentliche Potenzial der Story.
Mein Fazit:
Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich hoffe in diesem Fall auf ein besseres Finale!