Don't let me fall ist der Auftakt der Breaking the Ice Trilogie von Kelsie Rae. Das Cover zeigt ein Pärchen auf dem Eis, Schlittschuhe sowie eine Eishockeyarena.
Es geht um Colt Thorne, der nach einem Skandal seine alte Uni verlassen musste und an der Los Angeles University neu anfängt. An einer roten Ampel sieht er Ashley (kurz Ash), die er seitdem nicht aus dem Kopf bekommt. Doch es stellt sich heraus, dass sie die Freundin seines Mitbewohners und damit tabu ist. Doch Ash ist schon länger nicht mehr glücklich in ihrer Beziehung mit Logan und als sie dem mysteriösen Fremden an der Ampel begegnet, spürt sie von Beginn an eine gewisse Anziehung zu Colt. Nun soll sie ihm auch noch Nachhilfe geben, kann das gut gehen?
Die Geschichte klang im Klappentext sehr vielversprechend und nachdem ich die Off-Campus Serie geschaut habe, hatte ich Hoffnung auf ein ähnliches Feeling. Doch leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.
An sich hat sich die Geschichte gut und schnell lesen können, die Kapitel sind nicht zu lang und durch die wechselnden Perspektiven gibt es ein wenig Abwechslung und man kommt gut vorwärts. Allerdings konnten mich weder die Charaktere noch die Handlung so wirklich überzeugen. Ash als Protagonistin wirkt zwar recht sympathisch, allerdings auch ziemlich naiv und sprunghaft. Oft konnte ich sie und ihre Handlungen nicht nachvollziehen, allerdings wurde gegen Ende eine langsame Entwicklung sichtbar. Colt war mir noch der liebste Charakter, es gibt immer wieder ganz süße Momente mit ihm, allerdings ist er mir an manchen Stellen in der Geschichte etwas bevormundend und übergriffig. Dafür mochte ich die Nebencharaktere Mia, Ashs beste Freundin, und Blake, Colts Schwester, super gerne. Gerade Blake konnte meine Neugier wecken und ich freue mich schon auf ihre Geschichte.
Generell fand ich aber, dass nicht nur Colt an manchen Stellen bevormundend war, sondern auch das gesamte Umfeld, in dem er sich bewegt, gerade auch Logan, der mir einfach nur unsympathisch war. Ich finde es kritisch, wie mit toxischen Beziehungen in der Geschichte umgegangen und es teilweise als eine 'normale' Beziehung dargestellt wird, gerade bei jüngeren Lesenden könnte das ein falsches Bild hervorrufen.
Was mir außerdem gefehlt hat, sind die wirklichen Emotionen und Tiefen der Geschichte. Einige Themen bieten großes Potential, wie beispielsweise Colts Vergangenheit und seine Angst vor dem Eis, welches aber kaum oder gar nicht genutzt wird, wodurch die Geschichte sehr oberflächlich wirkt.
Was auch ein großes Manko ist, dass das Cover und der Klappentext eine Ice-Hockey Romance versprechen, von Hockey in der Geschichte allerdings keine Spur. Lediglich im Epilog findet mal ein Spiel statt, ab und zu wird ein Training erwähnt, wer allerdings etwas tiefer in die Sportart eintauchen möchte, ist hier fehl am Platz. Leider für mich sehr enttäuschend.
Insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht abholen können, weder die Figuren noch die Handlung konnten mich überzeugen und der Eishockey hat mir doch sehr gefehlt bei einer Sports Romance. Ich habe die leise Hoffnung, dass der nächste Band mit Blake und Theo als Protagonisten etwas besser werden könnte, denn die Dynamik zwischen ihnen, die hier angedeutet wurde, war vielversprechend. Dieses Buch allerdings hat mich leider enttäuscht.