4,5 Sterne
Um was es geht:
Die griechische Familie Drakos und der irische Clan Kildare liegen seit Ewigkeiten im Clinch. In letzter Zeit ist der Krieg derart ausgeufert, dass ein Waffenstillstand durch eine Ehe ausgerufen werden soll. Eine Kildare muss einen Drakos heiraten. Neve, die als Braut auserkoren ist, wird null Mitspracherecht eingeräumt und Ares, ihr Zukünftiger, hat kein Problem mit dieser Tatsache. Die beiden kennen sich nur als Erzfeinde und es ist klar, das eine abenteuerliche Zeit vor ihnen liegt.
Die Umsetzung:
Ich liebe den explosiven und mitreißenden Schreibstil und erfahre alles aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Neve und Ares im Präsens, was hier hervorragend passt.
Für mich stimmig:
Die Entwicklung zwischen den beiden geht rasant vonstatten, dennoch liefern sie sich vorher und zwischendurch immer wieder heiße Wortgefechte, die die mich bestens unterhalten. In den Seiten stecken etliche explizite Szenen, die zur Handlung passen.
Manches ist dem Nervenkitzel geschuldet:
Nicht alles darf ich zu 100 % hinterfragen, dennoch bin ich mit dem Handlungsverlauf und der Auflösung zum Ende hin zufrieden. Der Spannungsbogen wird immer wieder angepasst, und selbst wenn es einmal ruhig ist, weiß ich, dass unterschwellig weiter die Gefahr lauert.
Der Autor hat einiges richtig gemacht:
Ich freue mich sehr, auf den Folgeband und habe mir von sämtlichen Teilen dieser Reihe die Klappentexte durchgelesen. Das spricht eindeutig für sich. Es ist ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Die Familien Drakos und Kildare bieten jede Menge emotionalen und spannungsgeladenen Stoff für prima Unterhaltung.
Mein Fazit:
Mit Deviant Hearts ist dem Autor ein explosiver Start der neuen Dark-Hearts-Reihe gelungen. Das Thema der arrangierten Ehe dominiert den Anfang, doch die Entwicklung, die Ares und Neve hinlegen, wird nachvollziehbar geschildert, obwohl es etwas schnell geht. Es lauern Gefahren auf die beiden und mir werden gut ausgearbeitete Spannungsbögen geliefert. Du magst es nicht zu blutig? Dann bist du hier richtig. Gewalt kommt vor, aber in einem Rahmen, wie ich sie in diesem Genre erwarte.
Logischerweise kommen die expliziten Szenen nicht zu kurz und diese sind feurig geschrieben. Alleine dieser eine Band bietet ein Potenzial an Personen, um mindestens noch zehn weitere Bücher zu schreiben. Charakterentwicklung kann Cole und mich mit seinen Texten fesseln ebenso. Ich hinterfrage nicht alles und damit komme ich bestens durch die Seiten. Die Geschichte ist in Windeseile durchgelesen und ich freue mich riesig auf den nächsten Band über die Mafiafamilien.
Von mir erhält Deviant Hearts 4,5 dunkle Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.