"Melnitz" ist ein erfolgreicher Familienroman von Charles Lewinsky, der die Geschichte der jüdischen Familie Meijer erzählt. Der Roman beleuchtet das jüdische Leben in der Schweiz und die Herausforderungen, denen sich die Familie gegenübersieht, als sie versucht, sich in die bürgerliche Gesellschaft zu integrieren.
Themen wie Liebe, Verlust, Erfolg, Diskriminierung und die Suche nach Identität und Heimat sind die Hauptelemente. Lewinsky erzählt mit großer erzählerischer Begeisterung und lässt den Leser tief in das Schicksal der Familie eintauchen. Alle seine Fans kennen und lieben Melnitz, das glaube ich feststellen zu können , es gilt doch als bedeutendes Werk der Schweizer Literatur, das die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der Schweiz eindrücklich darstellt.
Nun ist es erstaunlich, dass es in Charles Lewinskys neuem Roman auch um Melnitz geht, doch - so sagt uns gleich der Titel, es ist EINE ANDERE GESCHICHTE.
Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht Schlaftabletten aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters Dr Cowan erzählt er wider Willen seine Geschichte, in jedem Kapitel eine andere Wendung, und ja, da muss man sich einfinden serhr effektvoll, ein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel und eine andere Wendung. Ein Leben wie ein Roman. Wer fühlt sich da nicht hingezogen, efffektvoll ist die Rede von vor allem was in Europa hoch gehandelt wird, zum Beispiel:
Spielfilme aus dem Hotelmlieu
Sam Goldwyn
Louis Mayer
Ben Hur, Hitchcock ohne Schnitt ( das Fenster zum Hof) , der Mann, der den Mord beging.. Bei guter Komposition, leider - wie ich finde - nicht spannend genug., nicht unterhaltsam.
Aber ist Studiorepäsentant Melnitz in Bezug auf Leserwirkung nicht selbst unsicher? "OK,langweile ich Sie sehr mit meinen Filmgeschichten?, fragt er und ja, doch ein bisschen schon, muss ich zugeben.Man muss sein Publikum unterhalten stellt er fest und ja, das hoffe ich, er soll, er wird uns unterhalten.
Doch insbesondere je länger Lewinskys Vortrag sich dehnt, desto mehr fehlen mir Geschichten der Erheiterung, denn in seinem Roman geht es nun weniger um Film, gar nicht mehr in Anekdoten, sondern nur noch um den ersten Weltkrieg, wie ging man nun damit zu frühen Filmzeiten um? Nein kein Lacher und nur wenig Kracher lassen Lewinsky-Fans zuhören, sie werden die Lektüre genießen.