Leipzig in den sechziger Jahren. Der junge Architekt Sebastian Berger lebt in einer Welt zwischen Aufbruch und Begrenzung künstlerisch ambitioniert, innerlich zerrissen, politisch gefangen in einem System, das keine Freiheit kennt. Als er in einer Straßenbahn einem jungen Sportler begegnet, gerät sein Leben aus den Fugen: Zum ersten Mal wird ihm bewusst, dass seine Sehnsüchte in eine andere Richtung gehen. Bernd Sikora erzählt mit feinem Blick für Zeitgeschichte und menschliche Zwischentöne vom schwulen Leben in der DDR von Freundschaft, Verstecken, Mut und dem leisen Erwachen einer Identität inmitten staatlicher Kontrolle und gesellschaftlicher Enge. In 15 Episoden und einem Epilog entfaltet sich ein Panorama der letzten Jahrzehnte der DDR. Ein literarisches Zeitdokument über Liebe, Kunst und Selbstfindung in einem Land, das gerade zu zerbrechen beginnt. Ein Spiegel der queeren Szene in der DDR.