Die Royal Petroleum Company hat ein großes Drogenproblem und Kate Shugak soll es lösen. Shugak ermittelt bereits in ihrem vierten Fall für die Staatsanwaltschaft in Anchorage, an ihrer Seite Jack Morgan.
Dana Stabenow ist bekannt für ihre starken Figuren, und auch in "Unter der Erde Alaskas" sind Kate Shugak und Jack wieder das Highlight des Romans. Ihre Dynamik, ihre Eigenheiten und die raue Atmosphäre Alaskas machen es eigentlich leicht, sich auf die Geschichte einzulassen.
Trotzdem bin ich mit diesem Band leider nicht richtig warm geworden. So sehr ich Kate und Jack mag, konnte mich die eigentliche Handlung nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte wirkte stellenweise überraschend lieblos erzählt, fast so, als würde sie mehr funktionieren als Pflichtprogramm denn aus echter erzählerischer Leidenschaft heraus. Einige Passagen blieben blass, Spannung baute sich nur punktuell auf, und emotional hat mich der Plot kaum erreicht.
Die Grundidee hätte durchaus Potenzial gehabt, doch die Umsetzung fühlte sich für mich zu distanziert und wenig mitreißend an. Fans der Reihe werden sicher trotzdem ihre Freude an den bekannten Figuren haben, aber im Vergleich zu anderen Romanen der Autorin bleibt dieser Band eher im Mittelfeld.
Fazit: Solide Unterhaltung mit vertrauten Charakteren, aber einer Geschichte, die mich nicht voll abholen konnte.