Erzählungen, die berühren und in denen Schoof eigene und die Erlebnisse anderer verarbeitet. Die Schriftstellerin beherrscht die Kunst, Vergangenheit und Gegenwart auf wundersame Weise miteinander zu verweben . . . Sie liebt es, mit Worten zu malen, um die Sinne der Leserinnen und Leser anzusprechen.
Weser-Kurier
Ein leises, ruhiges Buch.
Renate Schoof erzählt in kurzen, sehr gut lesbaren Geschichten von Begegnungen, Erinnerungen und kleinen Momenten, die im Alltag allzu leicht übersehen werden. Natur und Blumen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Texte und verleihen ihnen Ruhe und Atmosphäre.
Das Buch lädt dazu ein, langsamer zu werden, innezuhalten und eigene Erinnerungen mitzudenken. Gerade für Menschen, die gerne kurze Texte lesen und eine positive, zugewandte, lebensnahe Sprache schätzen, ist Der vergessene Rosengarten eine wunderbare Lektüre.
Christian F.
Das Lesen in Renate Schoofs neuem Erzählband Der vergessene Rosengarten war für mich wie kleine Ferien, denn er nimmt wohltuend in eine Fülle unterschiedlichster sinnenfroher Orte und Begegnungen hinein. So konnte ich schon gleich am Anfang beglückend in die einladende Weite der Landschaft am Meer eintauchen.
Wunderbar, wie fein in vielen dieser Geschichten die menschliche Verbundenheit mit der Natur und dem gegenseitigen Verbundensein miteinander verwoben ist! Dies schenkt gleichzeitig auch einen Blick für die Kostbarkeit der eigenen vielfältigen Verbindungen, in die wir von klein auf eigebettet sind.
Es ist, als ob man beim Lesen eine Art goldene Brücke betritt, die Erinnerungen an eine glückliche Zeit in der Vergangenheit mit dem Heute verbindet; die Wärme von damals wird wieder spürbar und gibt neue Kraft und Motivation. In einigen der Texte stiftet gemeinsames Erinnern ein wertvolles Miteinander, in dem Vertrauen entstehen und Nähe spürbar werden kann. Und manche der Geschichten zeigen tröstlich, dass nach Zeiten des Loslassens durchaus auch wieder eine ganz neue und andere Verbundenheit wachsen kann.
Als Lehrerin im Ruhestand sind für mich die Textstellen besonders beflügelnd, in denen Renate Schoof Erinnerungen an ihren selbst erlebten Schulalltag einfließen lässt, wie zum Beispiel das Aufatmen nach längerem Hefte korrigieren.
Regine Plaß
Im neuen Erzählband von Renate Schoof gefällt mir wieder die ganz besondere Sprache, die vor dem inneren Auge Bilder aus Natur, Kunst und Märchen wachruft und einlädt in eigene Erinnerungen einzutauchen. Mir waren auf einmal die schönen Waldspaziergänge mit meinem Großvater wieder nah. Und beim Lesen einer anderen Geschichte begegnete ich mir als junges Mädchen bei meinem ersten Besuch in einer Diskothek. Wie die Protagonistin spürte auch ich ihn, den Zauber dieser weit zurückliegenden Zeit.
Die Menschen in den dreizehn Erzählungen erleben ganz unterschiedliche Arten von Begegnungen und Beziehungen. So entsteht, als zwei Seelenverwandte an einem Frühlingsmorgen vor einem Café zusammentreffen, eine fast erotische Stimmung; ihre mit Worten gemalten Erinnerungsbilder ließen mich auch an Naturdarstellungen großer Künstler denken.
In der Geschichte Schenkt Blumen der Liebe zur Lebenszeit erzählt eine Enkelin liebevoll und dankbar von dem Leben ihrer 1895 geborenen Großmutter, die kurz nach dem ersten Weltkrieg den Großvater heiratete. Das Paar in der Geschichte Denn die Liebe währet ewiglich , musste nach dem Zweiten Weltkrieg sehr viel länger auf das gemeinsame Leben warten. Mich hat tief berührt, wie in dieser langen Zeit jeder auf seine Art seine Liebe beweisen konnte.
Die Geschichten haben mir wunderbare Lesestunden geschenkt.
Jutta Duderstadt
Erinnerungen an die blühenden Sommer meiner Kindheit und Jugend
Der Erzählband Der vergessene Rosengarten ist wunderschön, sowohl optisch als auch inhaltlich. Ich versank sofort in Erinnerungen an Gärten meiner Vergangenheit: Omas Garten mit unzähligen Dahlien und Cosmeen, der Bauerngarten meiner Spielfreundin, die buchsbaumumrandeten Beete unserer Nachbarin und die mit Wein- und Jelängerjelieber berankte Terrasse meiner Tante Hilde. Auch all die ganz eigenen Düfte waren in der Erinnerung wieder da.
Das tolle Buch schenkte mir einen Freifahrtschein zu den Erinnerungen an die blühenden Sommer meiner Kindheit und Jugend.
Karin Struhs
Renate Schoofs neuer Erzählband lässt Leser tief in die Vergangenheit und besondere Momente am Meer eintauchen, geprägt von Liebe und alten Freundschaften.
Mit dem Titel "Der vergessene Rosengarten" erinnert die Autorin an ein echtes Vorbild zumindest können wir uns in unserer Fantasie in ihn hineinträumen.
Cuxhavener Nachrichten
Ob die 13 Geschichten, die die Autorin hier zusammengestellt hat, auf eigenen Erlebnissen beruhen, ob sie erzählt oder von ihr literarisch verarbeitet wurden, lässt sie sich nicht feststellen. Sie spiegeln jedoch auf eindrucksvolle Weise die Lebenssituation älterer Menschen wider unabhängig davon, ob sie allein oder in einer Senioreneinrichtung leben. Es geht um das Miteinander und das Alleinsein, um die kleinen Freuden des Alltags, um Erlebnisse, die das Leben prägen und bereichern, und um Gedanken an die eigene Zukunft. Der Großdruck und die bibliophile Gestaltung machen das Buch zu einem schönen Geschenk. Darüber hinaus eignet es sich hervorragend als Vorlesebuch. Die kürzeren Geschichten können ebenso als Einstieg in Gruppengespräche dienen, etwa für Formate wie »Café Zeitreise«, biografisches Erzählen oder Erinnerungsarbeit. Nicht zuletzt regen sie dazu an, die eigene Lebensgeschichte einmal selbst aufzuschreiben.
Hans Sauter (Ausgabe 3/2026 bn bibliotheksnachrichten)
In diesem fein gestalteten Band der Reihe "Erlebte Geschichten" lädt die bekannte Autorin Renate Schoof dazu ein, sich einzulassen auf die Begegnung mit ihren Protagonisten und deren Erinnerungen. Mit feinem Gespür für die großen und kleinen bedeutsamen Momente des Lebens webt sie in den 13 Kurzgeschichten authentische Erlebnisse um ganz normale Menschen, um ihre Begegnungen im Hier und Jetzt. Aber auch die besonderen Augenblicke der Vergangenheit, die sie geprägt und zu den Menschen gemacht haben, die sie heute sind, schwingen mit. Dabei ist der Blick der Autorin stets geprägt von Hoffnung und Zuversicht, sodass die Texte geeignet sind, um in eine positive Stimmung zu kommen, manchmal ein wenig melancholisch zu werden, aber nie den Mut zu verlieren und auf das Gute zu vertrauen. Das Thema Natur, hier vor allem Blumen, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten. Durch den Großdruck und die inhaltliche Gestaltung eignen sich die Texte somit sehr gut zum Lesen oder Vorlesen in der Seniorenarbeit und regen sicherlich zu weiterführenden Gesprächen an.
Kirstin Kreis (Buchprofile/medienprofile Jg. 71/2026, Heft 3)