Die Handlung setzt ein, als die Restaurantkritikerin Madison durch einen anonymen Brief aus ihrem hektischen New Yorker Leben zurück in ihre Heimat gerufen wird. Das familieneigene Cinnamon Spice Inn steht kurz vor dem Ruin und zu allem Überfluss bricht bei einem schweren Sturm auch noch ein riesiger Ahornbaum mitten durch das Dach des Speiseraums. Als Rettung in der Not taucht ausgerechnet Zach auf Madisons Jugendliebe und mittlerweile erfolgreicher Bauunternehmer. Zwischen den beiden knistert es sofort wieder gewaltig, obwohl Madison sich geschworen hat, ihr Herz zu schützen.
Das größte Plus dieses Buches ist zweifelsohne das Setting. Der Autorin gelingt es wunderbar, eine kuschelige Pumpkin Spice-Atmosphäre zu kreieren. Man riecht förmlich die Zimtschnecken, hört das Prasseln des Regens und möchte sich am liebsten direkt an den Kamin des Inns setzen. Auch die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren, die abwechselnd aus Madisons und Zachs Perspektive beleuchtet wird, fühlt sich sehr intensiv und emotional an.
Allerdings muss man ehrlich sagen, dass die Geschichte im Mittelteil ein paar Längen aufweist. Manche Konflikte und die inneren Monologe darüber, warum sie nicht zusammen sein können, wiederholen sich recht häufig. Ein wenig mehr Tempo und ein schnelleres Voranschreiten der Renovierungsarbeiten am Inn hätten dem Spannungsbogen gutgetan. Dank des charmanten Schreibstils, der süßen Hündin Cocoa und der Prise Rätselhaftigkeit rund um den anonymen Brief fliegt man aber dennoch gerne durch die Seiten. Die integrierte Playlist sorgt zudem für die perfekte musikalische Untermalung beim Lesen.
Fazit:
Cinnamon Spice Love ist trotz kleinerer Längen im Mittelteil ein absolut gelungener Wohlfühlroman für die goldene Jahreszeit. Die Mischung aus einer emotionalen Second-Chance-Liebesgeschichte, einer Prise Spice und einer großen Portion herbstlicher Gemütlichkeit macht einfach Spaß zu lesen. Wer Romane mit Small-Town-Charme und viel Atmosphäre liebt, wird sich in Maple Falls sehr wohlfühlen!