Das Lehrwerk untersucht die Wechselwirkungen zwischen Embodiment, Trauma und Resilienz. Es bietet fundiertes Wissen zur Selbst- und Emotionsregulation und erläutert, wie traumatische Erlebnisse langfristig Körper und Psyche beeinflussen können. Ziel ist es, ein Verständnis für die tiefgehenden Veränderungen zu erlangen, die durch ein erlebtes Trauma in den Strukturen des Gehirns zurückbleiben und dadurch die Wahrnehmung von sich selbst, von anderen und der Umwelt beeinflussen. Das Buch ist systematisch aufgebaut: Es beginnt mit den Grundlagen des Embodiments, widmet sich anschließend verschiedenen Formen von Traumata und bietet abschließend praktische Ansätze zu evidenzbasierten Methoden wie achtsamkeitsbasierte Verfahren, Yoga, EMDR, Atemtechniken, Somatic Experiencing und andere Körpertherapien. Das Werk richtet sich an Studierende der Psychologie, Pädagogik, Sozialen Arbeit und verwandter Disziplinen. Die wissenschaftlich fundierte, praxisnahe Aufbereitung bietet außerdem wichtiges Hintergrundwissen für Coaches, Berater:innen und Therapeut:innen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 9
1 Embodiment 11
1. 1 Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen 12
1. 2 Embodiment als Paradigmenwechsel 12
1. 2. 1 Abkehr vom Kognitivismus 13
1. 2. 2 Kritik am Kognitivismus 14
1. 2. 3 Embodiment als eine neue Sicht auf Kognition 15
1. 2. 4 Der Paradigmenwechsel in der Praxis Implikationen für Psychologie und Therapie 15
1. 2. 5 Fazit 16
1. 3 Integration von Leib und Umwelt Embodiment als verknüpfte Sichtweise 16
1. 3. 1 Der Leib als Brücke zur Welt 16
1. 3. 2 Verkörperung im Kontext 17
1. 3. 3 Die Umwelt wirkt mit Körper, Psyche und Milieu 18
1. 3. 4 Embodiment als systemischer Zugang 18
1. 3. 5 Fazit Embodiment als Denkansatz 19
1. 4 Wechselwirkung: Körper, Psyche und Umwelt 19
1. 4. 1 Embodiment als dynamisches Zusammenspiel 19
1. 4. 2 Psychosomatik neu gedacht: systemisch 20
1. 4. 3 Verkörperung kontextbezogen betrachtet 20
1. 4. 4 Neurobiologische Grundlagen der Wechselwirkungen zwischen Körper, Psyche und Umwelt 21
1. 4. 5 Relevanz für Trauma und Regulation 21
1. 4. 6 Fazit: Embodiment als systemische Selbstregulation 22
1. 5 Embodiment weitergedacht Praxisfelder und interdisziplinäre Anschlussfähigkeit 23
1. 5. 1 Kognitionswissenschaft & Neurowissenschaft 23
1. 5. 2 Psychologie & Traumaforschung 23
1. 5. 3 Philosophie & Phänomenologie 24
1. 5. 4 Pädagogik & Sprachwissenschaft 24
1. 5. 5 Embodiment als Praxisansatz: Therapie und Führung 24
1. 5. 6 Fazit: Embodiment als Denkstil, nicht nur als Theorie 25
1. 6 Verkörperte Heilung 25
1. 6. 1 Körper als Erinnerungsort 25
1. 6. 2 Dissoziation, Erstarrung, Hyperarousal Muster im Körper 26
1. 6. 3 Verkörperte Verfahren in der Traumatherapie 26
1. 6. 4 Der Körper als Ressource 27
1. 6. 5 Embodiment als therapeutische Haltung 27
1. 6. 6 Fazit: Verkörperte Heilung als Paradigmenwechsel 28
2 Trauma 29
2. 1 Der Begriff Trauma in der medizinischen und psychopathologischen Betrachtung 29
2. 2 Die Biologie des Traumas 31
2. 2. 1 Peter Levine & Bessel van der Kolk 32
2. 2. 2 Die Polyvagaltheorie nach Stephen Porges 34
2. 2. 3 Michaela Huber: die traumatische Zange 36
2. 3 Das Verlaufsmodell der psychischen Traumatisierung nach Riedesser & Fischer 38
2. 4 Entwicklungstrauma 43
2. 5 Transgenerationales Trauma 44
2. 6 Begriffsverständnis von Trauma in dem vorliegenden Buch 47
3 Auswirkungen von erlebter Traumatisierung 49
3. 1 Unmittelbare Reaktion auf das Trauma 50
3. 1. 1 Einwirken der traumatischen Erfahrung 50
3. 1. 2 Akute Belastungsreaktion 52
3. 1. 3 Dissoziation 54
3. 1. 4 Gelähmt vor Angst: neurobiologische Erläuterungen zur Traumareaktion 57
3. 2 Langfristige Anpassung an die Folgen der Traumatisierung 60
3. 2. 1 Der traumatische Prozess 61
3. 2. 2 Traumatisch bedingte Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur nach ICD-11 und DSM-5 68
3. 2. 3 Der Körper hält den Schrecken fest: Strukturveränderungen und Verhaltensweisen zur Traumabewältigung aus Sicht der Neurobiologie 75
3. 2. 4 Trauma und Gedächtnis 83
3. 2. 5 Analysen anhand der Polyvagaltheorie nach Stephen W. Porges 85
3. 2. 6 Einfluss der erlebten Traumatisierung auf die Bindungsfähigkeit und das Bindungsverhalten 86
3. 2. 7 Trauma und Selbstverletzung 89
3. 2. 8 Trauma und Suizidalität 91
4 Resümee: Wechselwirkung Trauma & Embodiment 95
5 Resilienz im Kontext von Trauma und Embodiment 97
5. 1 Begriffiche Klärung: Resilienz, Salutogenese, Lebenskompetenz 97
5. 1. 1 Was ist Resilienz? 97
5. 1. 2 Was ist Salutogenese? 110
5. 1. 3 Zum Begriff der Lebenskompetenz 113
5. 1. 4 Resümee: Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Synergien zwischen den Konzepten von Resilienz, Salutogenese und Lebenskompetenz 114
5. 2 Modelle von Resilienz 115
5. 2. 1 Das Risiko- und Schutzfaktorenmodell der Resilienz 115
5. 2. 2 Das Konzept der Rugged Flexibility 116
5. 2. 3 Sieben Säulen der Resilienz: populärwissenschaftliche Zusammenstellung der gängigsten Resilienzfaktoren 118
5. 3 Praxisfelder: Resilienzförderung im Kontext von Pädagogik, Gesundheitsförderung, Unternehmen, Therapie, Coaching und Sozialer Arbeit 120
5. 4 Resilienz und Trauma 121
5. 4. 1 Trauma und erworbene Vulnerabilität 121
5. 4. 2 Posttraumatisches Wachstum 122
5. 4. 3 Verkörperte Resilienz die Rolle des Embodiment 123
5. 4. 4 Resümee 125
6 Praxis 127
6. 1 Der Raum als Co-Regulator Environment Design für ein traumatisiertes Nervensystem 127
6. 2 Das SIBAM-Modell 128
6. 3 Somatic Experiencing® (SE) nach Peter Levine 129
6. 4 Atemtechniken 131
Praxisimpulse 134
6. 5 Achtsamkeit und Mindfulness 134
Praxisimpulse 137
6. 6 Yoga, Qi Gong und Bewegungstherapie 138
6. 6. 1 Yoga 138
6. 6. 2 Qi Gong 139
Praxisimpulse 139
6. 7 Weitere relevante Techniken 140
6. 7. 1 EMDR 140
6. 7. 2 Trauma Releasing Exercises (TRE) 140
6. 7. 3 Feldenkrais-Methode 141
6. 7. 4 Notfallkoffer für das Toleranzfenster 141
7 Resümee & Ausblick 143
Literaturverzeichnis 145
Stichwortverzeichnis