Anti-feminism and anti-feminist movements have gained momentum across Europe in recent years. These movements, which seek to negate gender studies findings and combat achievements in gender equality policy, bring their anti-science and anti-democratic positions into the mainstream of society in the form of subtle rejection and even open hostility. This anthology brings together positions and contributions from academia, practice and civil society, focusing on both the theoretical foundations and the practical consequences and possible countermeasures to anti-feminist dynamics. Antifeminismen und antifeministische Bewegungen sind in den letzten Jahren europaweit erstarkt. Diese Bewegungen, die das Ziel verfolgen, geschlechterwissenschaftliche Erkenntnisse zu negieren und gleichstellungspolitische Errungenschaften zu bekämpfen, tragen ihre wissenschafts- und demokratiefeindlichen Positionen in Form von subtiler Ablehnung bis hin zu offener Feindseligkeit in die Mitte der Gesellschaft. Der Sammelband vereint Positionen und Beiträge aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft und macht sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktischen Konsequenzen und möglichen Gegenmaßnahmen antifeministischer Dynamiken zum Gegenstand.
Inhaltsverzeichnis
Auf den Weg gebracht. Einleitende Worte zu Hintergrund und Entstehung (Kerstin Balkow, Bernhard Gfaller, Philip Krüger und Hanna Haag)
Nicht nur eine Gegenbewegung Der Dreischritt des Antifeminismus (Rebekka Blum)
Antifeminismen in digitalen Räumen
Digitaler Antifeminismus als Radikalisierungsplattform gen neurechte Ideologien (Katharina Motyl)
Social Media als Ort antifeministischer Geschlechterpolitiken im Spiegel des Geschlechterverhältnisses (Paula Emily Matthies und Viktoria Rösch)
Antifeminismen in Wissenschaft und Politik
Antifeminismus in Europa (Katrin Lange, Julia Lux, Friederike Sprang und Carlotta von Westerholt)
Antifeminismus in der Debatte um genderbewusste Sprache: Diskursive Strategien und Feindbilder (Christine Ivanov und Paul W. Meuleneers)
Antifeminismus im Recht Verfassungsrechtliche Handlungsoptionen (Jennifer Grafe)
Antifeministische Bewegungen und das Feindbild Transgeschlechtlichkeit. Ein kritischer Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis (Kerstin Oldemeier, Zara Jakob Pfeiffer und Barbara Thiessen)
Gleichstellungsbeauftragte brauchen wir nicht, wir sind auch so stark! Antifeministische Praktiken von MINT-Wissenschaftlerinnen gegenüber `Frauenförderung (Bernadette Rohlf, Monique Ritter, Julia Ochmann, Sophie Seelinger und Lea Weber)
Das gehört halt dazu Wer sagt das eigentlich? Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Endometriose (Veronika Ernst)
Ich sehe was, was du nicht siehst. (Nicht-)Sichtbarkeit als potenzielle strukturelle Vorbedingung von Antifeminismen (Kerstin Balkow und Philip Krüger)
Antifeminismen und das Ringen um geschlechtergerechte Sprache. Erfahrungen aus der Wissenschaft (Hanna Haag)
Professioneller Antifeminismus in Thesen (Anna Kasten)
Antifeminismen in der Praxis
Unterstützung bei antifeministischen Angriffen in Zeiten autoritärer Dynamiken Einblicke in die betroffenenzentrierte Praxis der zivilgesellschaftlichen Meldestelle Antifeminismus (Ans Hartmann, Palo Quirion und Atlanta Ina Beyer)
Antifeminismus in der Sozialen Arbeit Spannungsfeld und Reibungspunkte (Nina Elflein und Julia-Katharina Wintermeyer)
Antifeminismen und Queerfeindlichkeit im Kontext sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte (Bernhard Gfaller und Heike Pinne)
Geschlechterhierarchien und antifeministische Dynamiken in der Sozialen Arbeit: Beispiele aus der Drogenhilfe (Hannah Eichner)
Antifeminismus im Fußball: Spielrecht von trans*, inter* und nichtbinären* Personen als Schauplatz antifeministischer Auseinandersetzungen (Uli Heinze, Caterina Just und Lennart Hoffmann)
Antifeminismen im Kontext kapitalistischer und patriarchaler Strukturen: Eine kritische Analyse der Sozialen Arbeit im Gewaltschutz (Marie Bonaventura und Isabelle Illig)
Antifeministische Angriffe auf Bildung und Vereinnahmungsversuche von (Familien-)Erziehung (Juno Grenz)
Statt eines Nachworts: Persönliches zum Unbehagen, wie die Politikmaßnahmen gegen den Genderstern` feministisch debattiert werden (Lotte Rose)
Die Herausgeber*innen
Die Autor*innen