Wir haben hier ein Sommerbuch, das sich sehr leicht lesen lässt. Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert, sodass man ziemlich schnell in der Geschichte drin ist und gar nicht so sehr darüber nachdenkt, wie viele Seiten man schon gelesen hat.
Die Geschichte transportiert viel Sommerfeeling. Die italienische Insel, das Meer und die kleinen Alltagsmomente ergeben zusammen eine Atmosphäre, die sofort Urlaubsstimmung auslöst. Gleichzeitig bleibt die Handlung nicht nur leicht, sondern bekommt immer wieder ruhigere, emotionalere Momente, die gut zur Zielgruppe ab 11 Jahren passen und die Geschichte etwas abrunden, ohne sie schwer wirken zu lassen.
Die Handlung wirkt insgesamt sehr nah an der Realität. Es gibt kein überzogenes Drama und keine künstlich aufgebauschten Missverständnisse. Stattdessen entwickeln sich die Situationen eher so, wie sie im echten Leben auch passieren könnten, was die Figuren glaubwürdig macht und ihnen etwas Bodenständiges gibt. Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, Selbstfindung und Familie. Besonders die familiären Aspekte und die kleinen oder größeren Geheimnisse darin spielen eine wichtige Rolle und begleiten Antonia durch ihren Sommer auf der Insel. Dazu kommen neue Freundschaften, die sich Schritt für Schritt entwickeln und einen großen Teil der Geschichte ausmachen.
Das Ende ist ruhig und rund gelöst und passt gut zu dem Verlauf der Geschichte. Es bleibt nichts offen, was sich unausgeglichen anfühlt, und die Entwicklung der Figuren wird stimmig abgeschlossen. Insgesamt ist es ein Buch, das sich angenehm wegliest, viel Sommerstimmung mitbringt und gleichzeitig genug emotionale Tiefe hat, um nicht belanglos zu wirken. Eine Mischung aus Feriengefühl, Freundschaftsgeschichte und Selbstfindung, die gut funktioniert und beim Lesen einfach Spaß macht.