Die studienintegrierende Ausbildung" verbindet Ausbildung und Studium auf eine innovative Weise. Die Veröffentlichung fasst die Ergebnisse aus der Erprobung des Modells zusammen und gibt Empfehlungen für die Gestaltung verzahnter Bildungswege.
Die Veröffentlichung der Autoren Euler, Naeve-Stoß und Severing untersucht, wie sich die Rolle der dualen Berufsausbildung verändert, seit rund die Hälfte eines Jahrgangs eine Hochschulzugangsberechtigung erwirbt und zwischen Studium und Ausbildung wählen kann. Trotz rückläufiger Ausbildungsneuzugänge und steigender Studienanfängerzahlen stieg der Anteil Studienberechtigter unter den Ausbildungsanfänger:innen von 15, 8 % (2000) auf 28, 5 % (2022). Zugleich hat sich das duale Studium vervielfacht, oft als praxisintegrierte Variante ohne klassische Berufsausbildung.
Im Zentrum steht die "studienintegrierende Ausbildung" (SiA): Eine gemeinsame Grundstufe verzahnt duale Ausbildung mit studienbezogenen Inhalten; danach entscheiden Lernende zwischen Berufsabschluss, Studienabschluss oder Doppelabschluss. Die Begleitung in Hamburg und NRW zeigt die Bedeutung von Lernortkooperation sowie Organisations- und Personalentwicklung. Kernelement ist ein Bildungsweg-Coaching zur Entscheidungsunterstützung.