Kairos Prime:
Kairos Prime schreibt phantastische Literatur zwischen High Fantasy und Hard Science Fiction, gepraegt von einem philosophischen Grundton sowie einem starken Fokus auf innere Logik, Konsequenz und Atmosphaere. Seine Texte interessieren sich weniger fuer klassische Dramaturgie als fuer die Systeme hinter den Welten. Magie, Technologie, Zeit und gesellschaftliche Strukturen werden als wirksame Kraefte verstanden, die Handlungen formen und Entscheidungen erzwingen.
In der High Fantasy Welt Kynexis stehen Abenteurergruppen und ihre Bindungen im Mittelpunkt. Die Geschichten greifen bewusst Motive aus dem Pen and Paper Rollenspiel auf, ohne diese zu imitieren. Helden, Gefaehrten, Pruefungen und Artefakte entfalten ihre Wirkung durch klare Regeln und eine konsistente Magietheorie, die persoenliches Handeln und moralische Verantwortung eng miteinander verknuepft.
Die Science Fiction Reihe Aletheia verfolgt einen anderen Ansatz. Hier ruecken Prozesse, Modelle und Ideen in den Vordergrund. Raumfahrt, Zeitlinien, Resonanzphaenomene und Bewusstsein werden nicht als Effekte, sondern als ernst gemeinte Fragestellungen erzaehlt. Der Mensch ist Teil eines groesseren Systems und nicht zwangslaufig dessen Zentrum. Die Erzaehlweise ist ruhig, teilweise fragmentarisch, und verlangt aktives Mitdenken.
Ergaenzt wird das Werk durch eigenstaendige Science Fiction Texte unterschiedlicher Auspraegung, darunter die leise Dystopie Uebergang sowie kuerzere Erzaehlungen wie Die letzte Abrechnung. Der Schreibstil ist reduziert, praezise und atmosphaerisch. Er erklaert wenig, setzt auf Struktur und Verdichtung und vertraut darauf, dass Bedeutung aus dem Zusammenspiel von Idee, Welt und Konsequenz entsteht.