Als seine Frau das Haus verlässt, bleibt mehr zurück als ein leerer Flur und der Geruch ihres Parfüms. Es bleibt ein Zeitfenster, eine offene Situation, ein Moment ohne Kontrolle. Er ahnt nicht, dass dieser Vormittag nur der Auftakt ist - und dass Treue längst keine einseitige Entscheidung mehr ist.
Während er sich von Nähe zu Nähe treiben lässt, erlebt auch sie ihre eigenen Grenzverschiebungen. Nicht aus Rache, nicht aus Zufall, sondern aus derselben Mischung aus Neugier, Lust und dem Wunsch, gesehen zu werden. Was beide verbindet, ist kein Versprechen, sondern das Schweigen darüber. Jeder geht seinen Weg, jeder überschreitet Linien, jeder rechtfertigt sich auf seine Weise.
Der Roman folgt beiden Bewegungen parallel: dem Mann, der glaubt, nur zu reagieren, und der Frau, die längst ihre eigenen Entscheidungen trifft. Gespräche werden zu Situationen, Situationen zu Begegnungen, Begegnungen zu Erfahrungen, die sich nicht mehr zurücknehmen lassen. Nähe entsteht dort, wo Abwesenheit Raum schafft, und Lust dort, wo niemand hinsieht.
"Sie kam, als meine Frau ging" ist ein kompromisslos erotischer Roman über Ehe, Fremdgehen und die stille Übereinkunft, bestimmte Wahrheiten nicht auszusprechen. Er erzählt von Macht und Begehren, von Kontrolle und Kontrollverlust, von zwei Menschen, die sich voneinander entfernen und dabei auf überraschende Weise ähnlicher werden.
Keine Romantisierung, keine Moralpredigt, keine Entschuldigungen.
Nur erwachsene Erotik, psychologisch dicht, klar pornografisch aufgeladen und getragen von der Frage, wie viel Nähe eine Beziehung wirklich aushält.