Bei Manuel García ist der Körper immer auch Landschaft: formbar, begehrlich, verletzlich. Seine Figuren beobachten, warten, hoffen - und lernen, dass Begehren Mut verlangt. Ein Blick kann verletzen, aber auch erlösen. Die Titelgeschichte Der Gärtnerjunge spielt in einem sommerlichen Anwesen in Südfrankreich, wo ein junger Mann die Tage allein verbringt, während Arbeiter den Garten umgestalten. Unter ihnen ist der Vorarbeiter, ruhig, souverän, unerreichbar. Spott und Missverständnisse bringen den Erzähler an den Rand des Rückzugs, bis eine unerwartete Geste alles verändert."Er sprach meinen Namen aus, als hätte er ihn schon lange gekannt."Zwischen frisch aufgeworfener Erde und schamloser Sonne entfaltet sich eine zarte Annäherung, die zeigt, wie aus Angst Vertrauen wächst. Ein sinnlicher Text über Würde, Verlangen und das Recht, gesehen zu werden.