Maximilian Bergengruen analysiert den Zusammenhang von Naturwissenschaft und Theologie bei Paracelsus sowie die Übernahme zentraler Theoreme im Paracelsismus und in der Literatur des Barock. Im Zentrum der Untersuchung stehen zwei Denkfiguren der Magie: Beschleunigung und souveräne Teilhabe.
In seinem Buch Nachfolge Christi - Nachahmung der Natur verfolgt Maximilian Bergengruen drei Ziele: Er analysiert die Verklammerung von Naturwissenschaft und Theologie bei Paracelsus und ordnet sie historisch ein, zweitens rekonstruiert er die Adaptation dieser Theorien im Paracelsismus, also dem auf Paracelsus aufbauenden Diskurs des 16. und frühen 17. Jahrhunderts, und drittens zeichnet er die literarische und poetologische Anverwandlung dieser Theorien in der deutschsprachigen Literatur des Barock (Scheffler, Zesen, Grimmelshausen) nach. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei zentrale Denkfiguren der Magie: Beschleunigung und souveräne Teilhabe, die für die Literatur des Barock von höchstem Interesse sind.