Gefühlvolle Sportsromance
Journalistin Joanna wurde vor fünf Jahren vor dem Altar sitzen gelassen und hat den Glauben an die wahre Liebe verloren. Unverbindliche Abenteuer und ihr Job als Journalistin bestimmen seitdem ihr Leben.
Der Auftrag, den berühmt-berüchtigten und von Skandalen umwitterten Ex-Football-Star Christopher Bennett zu interviewen, kommt ihr da gerade recht.
Ihre anfängliche Begeisterung erhält jedoch einen gewaltigen Dämpfer, als sie feststellt, dass Chris niemand anderes als ihr letzter One Night Stand ist.
Das und ihre aufkeimenden Gefühle verkomplizieren den zunächst einfach scheinenden Auftrag immens . . .
J. Gerhardt schreibt in der Ich-Perspektive im Präsens. Ihr Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen.
Die Protagonisten sind stimmig ausgearbeitet.
Chris hat so gar keine Lust auf ein Interview und blockt Joanna ab. Er ist das Paradebeispiel eines "Tortured Heroes". Der Sport war sein Leben und mit der Verletzung ist ihm dieser essenzielle Lebensinhalt weggebrochen. Im ersten Moment ist er der unnahbare Footballer und dann gibt er sich wieder sehr verletzlich und sensibel.
Er ist verzweifelt, weil sein bisheriges Leben in Scherben liegt und versucht, dies mit Partys, Alkohol und Frauen zu betäuben.
Susan ist das Mädchen vom Land und schwer traumatisiert in Beziehungsdingen, nachdem sie vor dem Altar sitzen gelassen wurde. Sie hält Chris für einen aufgeblasenen Macho, der so ziemlich jedes Sportler-Klischee auf den ersten Blick erfüllt.
Chris' Interesse an Joanna ist sehr ungewohnt für ihn selbst.
Die Beziehungsmuffel treffen aufeinander und rasseln ineinander.
Bei ihrer Recherchearbeit kommen sie sich dennoch näher, zunächst körperlich, doch beide können sich der Anziehung nicht entziehen, die zwischen ihnen knisternd erwacht.
"Falling for the Bad Boy" ist eine schöne, sehr gelungene Sportsromance mit einem zuckersüßen Happy End.