Ich denke in Systemen. Beruflich beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit komplexen technischen Zusammenhängen, Integration, Schnittstellen und der Frage, warum Dinge entweder zuverlässig funktionieren - oder eben nicht. Mich faszinieren Wechselwirkungen, Dynamiken und die kleinen Ursachen mit großer Wirkung.
Irgendwann habe ich gemerkt: Die spannendsten Systeme sind keine Maschinen.
Familie, Alltag, Kommunikation, Erwartungshaltungen, Überforderung, Humor - all das folgt keiner Norm, keinem Standard und keiner eindeutigen Spezifikation. Und genau dort beginnt mein Schreiben.
Mich interessiert, wie Menschen (aber auch Tiere) funktionieren. Oder miteinander. Wie Struktur auf Emotion trifft. Wie gute Absichten in Eskalation enden. Und warum wir trotzdem weitermachen.
Ich schreibe nicht aus Distanz, sondern aus Beobachtung. Mit analytischem Blick, einem gewissen Hang zur Ironie und einer großen Sympathie für menschliche Unvollkommenheit. Technik lehrt Präzision - das Leben lehrt Demut.
Meine Texte entstehen zwischen Strategie und Spülmaschine, zwischen Systemdenken und Realität.
Ich glaube an Klarheit. An Humor als Erkenntnismethode. Und daran, dass man komplexe Dinge verständlich erzählen kann - selbst wenn sie Familie heißen.