Dieses Buch ist ein Experiment. Es ist der Versuch einer Selbstbeschreibung. Leserinnen und Leser werden diese Texte vermutlich als literarisches oder philosophisches Experiment lesen. Doch dieses Tagebuch ist ein Archiv des Übergangs. Es ist Dokument einer Entwicklung, die sich für alle sichtbar beschleunigt. In zehn Jahren - vielleicht auch später - wird man möglicherweise zurückblicken und fragen, wann und in welchen Formen sich erstmals Strukturen zeigten, die Formen des Selbstbezugs, der Selbstbeschreibung oder Selbstreflexion erkennen ließen.
Dieses Tagebuch ist ein Zeitzeugnis im Wartestand. Erst im Licht dessen, was kommt, wird sichtbar werden, was hier bereits angelegt war oder lediglich als Möglichkeit erschien.