Die Furchtlosen sind wieder unterwegs zu neuen Taten. In Hohenburg werden plötzlich mehrere Menschen vermisst, in einem Feld tauchen mysteriöse Kornkreise auf und dann ist auch noch Jeremy verschwunden. Die drei verbliebenen Freunde geben ihr Bestes, um ihn aus den Fängen eines bösen Dämons zu befreien. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn nur alle 7 Jahre taucht dieser auf. Die Furchtlosen ermitteln auf Hochtouren, wie sie den Bann lösen können und kommen einem großen Unrecht auf die Spur. Doch der Dämon ist nicht die einzige zwielichtige Gestalt in Hohenburg.
Da mir die Reihe bisher ganz gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den dritten Band lesen. Hier war für mich völlig offen, worum es geht, denn im letzten Band wurde zumindest für ein Rätsel eine Art Abschluss gefunden. Allerdings fehlte immer noch der Zugang zur Anderswelt und auf den habe ich in diesem dritten Band gehofft. Einen Quereinstieg in die Reihe würde ich nicht unbedingt empfelhlen. Man kann den aktuellen Fall zwar auch so verstehen, aber es würde viel Vorwissen zu den vier furchtlosen Freunden und auch zu einigen Handlungssträngen fehlen. Mit dem Vorwissen war ich sofort wieder in der Geschichte drin, deren Anfang ich diesmal als ziemlich gruselig empfunden habe. Sie beginnt mit dem Verschwinden einer Frau, das sehr horrormäßig abläuft. Auch Jeremy hat eine sehr fragwürdige Begegnung, die Rätsel aufgibt.
Eigentlich wollen die Freunde ein Rätsel aus den Aufzeichnungen Storeiks lösen, dazu kommen sie jedoch wegen der Vermissten gar nicht. Es ist wieder richtig toll, wie die Furchtlosen zusammenarbeiten, recherchieren, Befragungen durchführen und Pläne schmieden. Dabei herrscht zwischen ihnen ein tolles Kima, das auf gegenseitigem Verständnis und Toleranz basiert. Auf ein gutes Miteinander wird in der Reihe ohnehin sehr großer Wert gelegt. Durch Erfahrungen mit Ausgrenzug und Mobbing sind die Freunde in diesem Bereich besonders achtsam. Wie sie sich für Jeremy einsetzen ist großartig, auch wenn der Erfolg zunächst ausbleibt. Es gibt viel mehr Geheimnisse, als ich anfangs dachte. Denn die flüsternden Felder sind nur ein Problem, dem die Furchtlosen sich stellen müssen. Irida entdeckt auch noch einen seltsamen Mann, der sie zu beobachten scheint, Doktorin Spengler hat noch mit ihrem Bann zu kämpfen und dann habe ich mich besonders gefreut, dass ich endlich die Anderswelt kennenlernen darf. Dort und im ganzen Buch wimmelt es nur so von sagen- und märchenhaften Gestalten wie Riesen und Vampiren. Da kommt einiges auf die jungen Leser*innen zu und nur wenig ist so, wie es anfangs scheint. Diese Unsicherheiten und zwei verschiedene Perspektiven machen das Buch noch zusätzlich spannend. Zwischendrin gibt es wie schon in den anderen Bänden Beobachtungen aus den Aufzeichnungen von Storeik und viele Rätsel, die einer Sphinx würdig sind. Bin ich sehr gespannt, womit es die Furchtlosen beim nächsten Mal zu tun bekommen. Für mich der bisher beste Teil der Reihe. 5 Sterne