Zwischen 1825 und 1925 erlebte die christliche Kunst in München eine einzigartige Blüte, war aber auch dem enormen kulturellen Wandel zwischen Säkularisierung und Moderne unterworfen. Wichtige Strömungen von Akademiemalerei über Naturalismus bis zum Blauen Reiter zeichnen ein Bild dieser Epoche.
Die Ausstellung spannt den Bogen über ein Jahrhundert religiöser, politischer und kultureller Umbrüche. Mit Ludwig I. trat 1825 ein Monarch sein Amt an, der sein Handeln von der Idee des Gottesgnadentums ableitete. In ihm verband sich die Vision eines erneuerten christlichen Königtums mit einer tiefgreifenden Umgestaltung Münchens. Hundert Jahre später, 1925, setzte das von Pius XI. eingeführte Christkönigsfest einen bewussten Kontrapunkt. Es formulierte eine neue Herrschaft als geistige und moralische Ordnung jenseits nationaler Grenzen. Dazwischen spiegeln sich in rascher Folge abwechselnde künstlerische Strömungen von der Akademiemalerei über den Historismus und Naturalismus bis zum Blauen Reiter und den Bewegungen der Münchener Sezession die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen. Sie vereint jedoch die Suche nach einer neuen Wahrheit in der Kunst.
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