Kashmere Rises, but the Skies fade in Ashes ist der zweite und finale Teil der Velvet-Dilogie. Ich war vom ersten Teil bis auf ein paar Kleinigkeiten wirklich begeistert gewesen und daher hatte ich mich tierisch auf diesen gefreut und hatte es kaum erwarten können, weiterzulesen. Das Buch geht genau dort weiter, wo das erste aufgehört hat, auch wenn etwas Zeit vergangen ist. Esha ist in Velvets Körper gefangen und Kash versucht, sie zu finden und zu retten und von da an beginnt der Kampf gegen den Dämonenfürsten. Deswegen tauchen bekannte Gesichter auf, wie Monty oder die Göttersöhne Neon und Whisper, aber wir lernen auch neue Charaktere kennen, wie die Familien der beiden. Dabei wird auch einiges aus der Vergangenheit von Kash offenbart, was mir gefallen hat, denn so wurde er durchaus nahbarer. Von Velvet hätte ich auch gerne mehr erfahren, aber leider wurde nur erwähnt, wie sie von der Familie weggegangen ist und dass die Frau ihres Bruders ihre ehemalige beste Freundin war. Was den Bruch aber wirklich verursacht hatte, dass Toni sich in Gedanken gewünscht hat, dass Velvet nicht mehr da ist, wird nicht gesagt. Sicherlich helfen am Ende alle, aber ich hätte mir da mehr Erklärungen gewünscht. Auch fand ich es blöd, dass wirklich jeder weibliche Charakter das selbe durchgemacht hat wie Velvet. Jeder... Ich verstehe ja, dass schlechte Dinge öfters passieren, als man glaubt, aber ich finde es sehr unrealistisch, dass wirklich jedem in ihrem Kreis das selbe passiert sein soll, nur damit sich Velvet nicht alleine fühlt und die Frauen sich verbunden fühlen. Das hätte man sicherlich auch anders hinbekommen. Monty fand ich, wie im ersten Band, wieder super. Er sagt, was er denkt und haut deswegen einige unterhaltsame Sprüche raus, die das Buch etwas lockerer machen. Denn sonst fand ich es recht trocken. Es wurde sehr viel gekämpft und es gab viele Komplikationen, aber irgendwie konnte es mich nicht so mitnehmen, wie der erste Band. Es war okay, aber das war es leider auch. Es gab durchaus Stellen, die ich schön fand, gerade auch als es um Cole und Neon ging, aber alles in allem konnte es mich nicht wirklich packen, was ich sehr schade fand. Auch mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden. Die Götter können einfach machen, was sie wollen, ohne dass es wirklich Konsequenzen gibt oder noch einmal irgendwie thematisiert wird. Auch wurde so lange auf Eshas Vernichtung hingearbeitet, dass es dann irgendwie leicht rüberkam, obwohl er ja gerade ach so stark war. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne. Auf Portalen, bei denen es keine halben gibt, runde ich allerdings auf drei ab.