Sullivan möchte, oder viel eher muss, heiraten, um den für ihn katastrophalen Drohungen seines Vaters zu entgehen. Für Enja klingt diese Heirat nach einem Übel, dass sie in Kauf nehmen muss. Am liebsten würde sie ihr Kind alleine großziehen, doch da dies unmöglich ist, setzt ihr Vater alle Hebel in Bewegung, sie so schnell wie möglich zu verheiraten. Enja fühlt sich dabei wie eine Last, die so schnell wie möglich beseitigt werden muss. Kann eine Ehe unter diesen Umständen glücklich werden, oder zumindest freundschaftlich? Und wo ist eigentlich Gott in all diesem Chaos? Noch ahnt sie nicht, welches überraschende Ereignis sie zu dieser Entscheidung kommen lässt
Nachdem mir der erste Band der Reihe so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wieder in die Geschichten der Besucher von St. Louis eintauchen. Enja und Sullivan sind sehr verschieden und deutlich vielschichtiger als es am Anfang den Anschein macht. Beide habe ich im Laufe der Geschichte ins Herz geschlossen und konnte ihre Handlungen und Sichtweisen nachvollziehen.
An alle, die Bad 1 (noch) nicht kennen: er ist definitiv zu empfehlen, man braucht aber kein Vorverständnis, um in dieses Buch eintauchen zu können. Im Gegenteil, ich hätte mir gewünscht, die Menschen aus dem ersten Band noch einmal treffen zu dürfen, da fand ich es sehr schade, dass sich die Geschichte fast ausschließlich um Enja und Sullivan dreht. Trotzdem konnte ich sofort in das Buch abtauchen und hätte es am liebsten am Stück gelesen, Arbeit und Schlaf sind schließlich völlig überbewertet
Neben der schönen und fesselnden Geschichte hätte ich mir gewünscht, dass der Glaube eine etwas größere Rolle spielt, sodass auch der Leser etwas für sein heutiges Leben mitnehmen kann.
Am Ende wird deutlich, Vertrauen hat die Fähigkeit zur Veränderung und ist ein Risiko, dass sich häufig auszahlt und neue Türen öffnen kann.
Für mich war es eine gelungene Fortsetzung die zwar nicht an den ersten Band herankommt, aber definitiv Lust auf weitere Geschichten aus St. Louis macht!