Frank Grosse:
Frank Grosse, der bestgereiste Mann der Welt
1957 wollte der Schüler Frank seine Englischkenntnisse verbessern und reiste in den Lake District in England. 60 Jahre später wurde der Lake District Welterbe und der Reisende Frank die Nr. 1 auf der Welterbeliste.
Frank, mit vollem Namen Wigand Frank Grosse-Oetringhaus, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin und promovierte an der Uni Gießen. Er war Unternehmensberater bei Siemens, avancierte zum Top-Management-Ausbilder, schrieb das Führungssystem für Siemens, entwickelte eine Lehre zur Strategie und war nebenberuflich 18 Jahre Dozent an der Uni St. Gallen. In dieser Zeit reiste er in Intervallen.
2006 änderte er seinen Reisestil radikal. Er reiste im Team mit Teo Murallon kontinuierlich, systematisch und intensiv. So erfuhr er, dass geteilte Freude, doppelte Freude ist.
Teo war Facharzt für Anästhesie, praktizierte auf den Philippinen, arbeitete als Krankenpfleger in New York und pflegte Franks Mutter bis zu ihrem Tod in München. So entstand eine Partnerschaft zweier Seelenfreunde auf Reisen; gemeinsam erkundeten sie 13 Jahre die Welt.
Beide entwickelten eine Reisephilosophie, bei der Quantität ein Nebenziel ist und das Einzigartige, das Wesentliche der Welt im Mittelpunkt steht. Reisen nicht als Sammeln von Orten, sondern als Suche nach Erkenntnis. Höhepunkte ihrer gemeinsamen Reisen waren die Polarregionen, insbesondere der Weg zum Südpol 2015. Teo starb an Corona 2021 in Berlin.
Nach Teos Tod reiste Frank weiter: radikaler, tiefer. Er testete sein Reisekonzept auf Herz und Nieren. Seine Reisen kulminierten in den legendären Humboldt-Gedächtnisreisen 2023 zum Casiquiare und oberen Orinoco sowie 2024 zu den Tafelbergen, dem mittleren Orinoco und den Llanos.
Er blickt zurück auf 26 Jahre unterwegs: ein Leben voller Reiselust.