Inhalt: Piper de Burgh ist die jüngste Forensikerin der Stadt und gemeinsam mit ihrem Team auf Kriminalfälle spezialisiert, die mit der magischen Gemeinschaft zu tun haben. Ihr neuer Fall wirft nicht nur jede Menge Fragen auf, sondern bringt auch ihre eigene Vergangenheit wieder ins Wanken.
Vor sechs Jahren wurde Piper bewusstlos aus einem Fluss gezogen. Seitdem fehlt ihr jede Erinnerung an ihr früheres Leben. Doch der junge Mann mit der weißen Strähne und dem intensiven Blick, der in ihren Visionen am Tatort auftaucht, kommt ihr seltsam vertraut vor. Während Piper versucht, den aktuellen Fall zu lösen, wird sie immer stärker mit den Geheimnissen ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Meinung: Dieses Buch überzeugt vor allem durch seine vielschichtige Welt und die zahlreichen übernatürlichen Wesen, die Teil der Geschichte sind. Magie gehört hier ganz selbstverständlich zum Alltag und die Menschen leben Seite an Seite mit den unterschiedlichsten Kreaturen, auch wenn manche von ihnen gefürchtet werden. Für die junge Forensikerin Piper ist genau das ganz normal. Sie arbeitet eng mit Übernatürlichen zusammen und besitzt selbst eine besondere Fähigkeit: Wenn sie Gegenstände berührt, hat sie Visionen. Dieses Geheimnis behält sie allerdings lieber für sich. Piper ist klug, schlagfertig und impulsiv. Für die Menschen, die ihr wichtig sind, würde sie alles tun. Gleichzeitig belastet sie ihre eigene Vergangenheit, an die sie sich seit dem Vorfall vor sechs Jahren nicht erinnern kann. Besonders der geheimnisvolle junge Mann aus ihren Visionen lässt sie nicht mehr los, weil sie eine unerklärliche Verbindung zu ihm spürt.
Von den Nebencharakteren hat mir Suly am besten gefallen. Die Gestaltwandlerin kämpft mit ihren Kräften, weil sie es oft nicht schafft, sich selbstständig aus ihrer tierischen Form zurückzuverwandeln. Ihre Angst, jemanden zu verletzen, macht sie zu einer sehr spannenden und zugleich tragischen Figur.
Auch Pipers beste Freundin, eine junge Banshee, die ihre wahre Natur verstecken muss, fand ich interessant.
Die Handlung ist spannend, magisch und voller unerwarteter Wendungen. Piper und ihr Team verfolgen jede Spur und gerade durch ihre impulsive Art bringt Piper sich dabei immer wieder selbst in Gefahr.
Da es insgesamt sehr viele Charaktere gab, fiel es mir allerdings etwas schwer, eine wirklich enge Bindung zu einzelnen Figuren aufzubauen. Trotzdem halte ich das Buch allein wegen der faszinierenden magischen Welt und des interessanten Falls für absolut lesenswert.
Fazit: Ein gelungener Reihenauftakt mit spannender Handlung, vielen magischen Wesen und einer interessanten Hauptfigur. Ich bin neugierig, wie es mit Piper weitergeht.