Worum geht es in dem Buch?
Arnold ist in Ramsen, einem Dorf in der Schweiz, direkt an der deutschen Grenze nicht weit vom Bodensee, aufgewachsen. In den 1920er-Jahren eröffnet er dort einen Gasthof, den er zur Moskau nennt. Der Gasthof entwickelt sich gut, er wird zur Stammkneipe für viele.
Eines Tages lernt Arnold Betty kennen und lieben. Sie heiraten und bekommen acht Kinder, von denen zwei jung sterben. Als Erwachsene ziehen fünf der Kinder aus. Nur Clara, die Älteste, bleibt. Sie liebt das Landleben und macht sich nützlich.
Als sie Hermann, einen Schmuggler, kennen lernt und sich in ihn verliebt, geschehen spannende Ereignisse.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Der Autor hat wahre Ereignisse zu einem Roman verarbeitet. Dieser liest sich teilweise trocken, aber auch amüsant, weil es immer wieder lustige Passagen gibt. Beispielsweise, wenn ausführlich beschrieben wird, wie ein Zollbeamter eine Figur für seinen Neffen schnitzt und welche Überlegungen er währenddessen anstellt.
Die drei Hauptpersonen Arnold, Betty und Clara sind teilweise etwas schrullig, jedoch auch immer wieder liebenswert. Andere Personen sind Nebenfiguren, wie zum Beispiel auch die so genannten Witzbolde. Das sind wohlhabende, auch etwas eingebildete Herren, die namentlich nicht genannt werden. Sie schauen auf Arnold herab, sind aber auch Gäste in seinem Gasthof zur Moskau.
Ich habe mich lange Zeit gefragt, worauf das Buch hinauswill. Die Lösung kommt am Schluss und hat damit zu tun, was Leute machen, die ihre Befugnisse überschreiten.
Da ich selbst schon in Ramsen war und die Gegend um den Bodensee gut kenne, hat mich das Buch interessiert. Wer einen gut geschriebenen historischen Roman, der auf Tatsachen beruht, lesen will und sich für die genannte Gegend interessiert, sollte dieses Buch lesen.
Ich vergebe fünf Sterne.