Prey for me von Allie Oleander ist der zweite Band ihrer spicy und spannenden Dark Romance Reihe Primal Play.
Seit Margot Walker vor fünf Jahren dem attraktiven Bruder ihres Chefs begegnet ist, geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Caine Underwood ist ein bekannter Tätowierer und Besitzer eines Spukhauses, in dem Margot jedes Jahr in der Saison aushilft. Caine liebt es, Margot zu erschrecken, denn das hat er bei ihrer jährlichen Wette nie geschafft. Dieses Jahr ist jedoch alles anders, denn Margot hat endlich ihre Verlobung gelöst und Caine will für den Sieg einen ganz besonderen Preis. Seit all den Jahren ist er besessen von ihr und will Margot endlich für sich gewinnen. Doch Margot kennt Angst auch aus anderen Gründen. Ihr Ex-Mann, der kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist auf Rache aus. Und das ist erschreckender als alles andere.
Allie Oleander konnte mich schon mit dem ersten Teil absolut begeistern, denn sie hat genau meine Art von Humor und ich liebe ihren lockeren Schreibstil. Die Fortsetzung ist genauso unterhaltsam und gleichzeitig spannend, denn hier ist der Suspense Faktor sogar noch höher. Außerdem liebe ich Horrorfilme, genau wie Margot und Caine.
Die Triggerwarnung ist ziemlich lang, denn die Kinks der Protagonisten sind schon umfangreich und teils speziell. Trotzdem passt alles zu den Charakteren und wirkt nie konstruiert.
Margot hat aus Gründen riesige Schutzmauern um ihre Gefühle und ihr ganzes Leben errichtet, aber nun wird sie von der Vergangenheit eingeholt. Es ist glaubwürdig erzählt, wie sie langsam Vertrauen aufbaut und zulässt, dass Caine ihr Partner in wirklich allen Belangen wird.
Im Normalfall wäre Caines Obsession in ihren Ausmaßen eine flammende Red Flag, aber was ist schon normal. Es ist absolut positiv, dass er Margot immer die Entscheidung überlässt, sie nicht manipuliert und es stets hundertprozentigen Consent gibt. Das ist der große Unterschied zu vielen anderen Dark Romances. Margot und Caine sind ihrer persönlichen Creepyness richtig süß zusammen.
Die hintergründige Spannung, die sich kontinuierlich steigert, ist echt ein Highlight. Und natürlich gibt es auch jede Menge Spice, der aber im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, wo die Szenen einfach keinen Sinn ergeben, nie aufgesetzt oder unpassend wirkt. Die Chemie zwischen Caine und Margot funktioniert in der spicy time, aber auch im Alltag und in den kleinen vertrauten Momenten, die die wirkliche Tiefe ihrer Gefühle zeigen.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, was zum Großteil an den witzigen Dialogen lag. Die gesamte Mischung trifft genau meinen Geschmack und ich hoffe, es gibt bald mehr davon.
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!