Interessante Geschichte auch wenn die vielen Perspektivenwechsel ablenken mögen, ist das Buch und die Story so anders als alles andere
Meine Meinung:
**Das Rezensionsexemplar wurde mir im Rahmen der Netgalley Challenge vom Eichborn Verlag als eBook zur Verfügung gestellt, aber meine Bewertung erfolgt unabhängig des erworbenen Rezensionsexemplars*
Das Buch hat mich schon vom Cover angezogen und da ich sehr gerne Anime schaue, Manga lese und auch japanisches Essen liebe, war ich ziemlich neugierig über den Inhalt des Buches. Der Schreibstil ist aus der Erzählperspektive aus unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere geschrieben wie Toshiko, Haru, Theo, Jun oder Mei. Das Buch ist in 5 Abschnitten unterteilt mit den Kapiteln drunter. Jedes Kapitel enthält immer mehrere PoV, die sich meist abwechselnd sodass sich Geschehnisse und Handlungensstränge immer mal ändern.
Die Handlung ist interessant und finde es faszinierend, wie die Fantasy Elemente im Buch eingebaut werden. Informationen werden nur Stück Weise über die wenigen Perspektiven gegeben, aber dadurch erfahren wir früh, dass das Rainshadow-Archipel (und auch andere Inseln) über magische Wesen wie Sonnengeister, Drachen und im Mittelpunkt der Handlung die magische Perle. Die Vermischung anderen Elementen der japanischen Kultur wie Bubble Tea, die tiefe Bedeutung von Familienbanden (anhand der Familie Kawakami), die ganzen Gangs (ähnlich wie die japanische Mafia "Yakuza") und auch die typischen japanischen Namen.
Das Worldbuilding und die Atmosphäre hat mich wirklich mitgerissen, nachdem ich mich an die Perspektivenwechsel gewöhnt habe. Anstatt nur rein Young Adult Fantasy, ist die Geschichte noch gemischt mit einer Portion Dystopie und einem eigentümlichen Setting, bei dem ein Kaiserreich, Schreine und gleichzeitig Haarclip-Computer und menschenähnliche Bots existieren.
Der Spannungsbogen wurde erst mit mit Laufe der Story interessant und packend. Anfangs war es allen voran verwirrend mit den vielen Charakteren und den ständigen Wechseln des Ortes. Doch nach und nach verband sich alles wie kleine Puzzlestücke zu einem ganzheitlichen Bild und führten unweigerlich zum Final Act im Halbmond mit den allen Charakteren an einem Ort. Die Erzählung/Geschichte hat mir sehr gefallen und ich finde die Autorin Naomi Ishiguro hat gut geschafft diese verschiedenen Elemente zu kombinieren und eine originelle Geschichte geschaffen, die sich von allen Bücher die ich bisher gelesen habe abhebt.
Die Figuren tragen auch zur Geschichte bei und sind so verschiedenen und authentisch mit ihren eigenen Stärken (Fähigkeiten), Schwächen und ich habe die Figuren bereits nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen. Nur die Antagonisten sind noch etwas zu "Böse" gezeichnet, wie die Kaiserin oder Ken Saito, obwohl sie auch ihre Gründe haben, die sie zu ihrem jetzigen Verhalten verleitet haben. Die "Sensei" finde ich allen voran mysteriös und schwer einzuschätzen als Antagonistin. Das macht mich nur neugieriger, ob wir mehr über sie in der Fortsetzung erfahren werden.
Das Ende war befriedigend, denn obwohl nicht alle Fragen beantwortet wurden, konnte zumindest ein Sieg erlangt werden. Es bleibt spannend wie es weitergeht mit dem Rainshadow-Archipel und natürlich unseren Hauptcharakteren.
Mein Fazit:
Alles in allem bin ich zutiefst fasziniert und begeistert von der Geschichte, die sich in Rainshadow City abspielt und ich wurde von den Emotionen und Gefühlen der Charaktere mitgenommen. Einziger Wermutstropfen ist der verwirrende Perspektivenwechsel zwischen den Kapiteln, da ich mich schwer auf nur einen Handlungsstrang fokussieren konnte.
Trotzdem kann ich das Buch für alle Fantasybegeisterte ab 14 Jahren empfehlen. Es ist schon so anders als so viele Bücher seine Art und konnte auf diese Art mein Herz erobern.
Meine Bewertung: 4 Sterne