Guhlrich, geboren und aufgewachsen in Rheine, NRW, hat sich schon früh für das Dunkle, Makabre und Mysteriöse begeistern können. Ob nun Jonathan Frakes bei der Präsentation unfassbarer Geschichten folgend oder die Nase tief in ein Werk von Stephen King steckend - für den jungen Kerl war klar, dass zwischen Himmel und Erde mehr existierte, als uns der Alltag glauben ließ.
Eine Erkenntnis, die sich durch seine Auslandaufenthalte erheblich vertiefen sollte. Irische Folklore zog ihn in seinen Bann, bot Stoff für die eigene Kreativität. Auf seinen Reisen begegnete er erstaunlichen Persönlichkeiten - und erfuhr mehr über die unterschiedlichen Facetten des Menschsein.
Erst in Schweden machte er sich mit den Werken von H. P. Lovecraft vertraut. Wie kaum ein zweiter schaffte er das Natürliche mit Übernatürlichen zu verbinden.
All das war spannend, doch fehlte Guhlrich eine philosopische Komponente, die er seinem eigenen Wirken voraussetzte.
So entstand "Menschliches Versagen - Erzählungen von Erde 442": Ein Werk, das den Alltag in ein neues Licht rückt. Das ein Weltbild etabliert, nur um es im nächsten Moment den Flammen der Unvorstellbarkeit zum Fraß vorzuwerfen.