Cover & Klappentext
Das Cover ist düster und geheimnisvoll gestaltet worden und hat mich schon allein aus dem Grund angesprochen. Auch die Details passen toll zum Inhalt.
Letztendlich war es aber der Klappentext, der den Ausschlag gab, das Buch zu lesen.
Meinung
Die Drow Caylin ist dazu ausgebildet worden, um ihr Volk aus der Sklaverei zu befreien. Davon lässt sie sich durch nichts abbringen. Weder von Furcht noch von Zweifel. Auch nicht von Ric, einem vermeintlichen Menschen, in dem aber eine uralte Macht schlummert, die noch nicht erweckt wurde.
Doch gegen die Übermacht ihrer Feinde sind sie gezwungen, zusammenzuarbeiten, und müssen sich aufkommenden Gefühlen stellen, die für ihr Ziel lediglich eine Schwäche sind.
Caylin und Ric leihen der Story ihre Stimme und stehen damit im Fokus. Da die Autorin eine eigene Art hat zu schreiben, brauchte ich Weile, um mit ihrem Stil warm zu werden. Sie neigt dazu, sehr ins Detail zu gehen. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf diverse Beschreibungen, sondern auch auf die Darstellung der Charaktere und wie sie wahrgenommen werden sollen. Nun mache ich mir aber gern mein eigenes Bild, denn in der Regel sind nicht alle nur gut oder nur schlecht. Hier hatte ich den Eindruck, als würde mir etwas aufgezwungen werden, und dagegen habe ich mich automatisch gewehrt. Ich denke, das ist der Grund, warum ich zu den beiden Hauptprotagonisten auch lange Zeit keine Verbindung herstellen konnte.
Auch der Schreibstil als Ganzes war zu Beginn weniger flüssig. Dafür wirkte er ein wenig zu steif. Mir fehlte eine gewisse Lockerheit, die einen tollen Kontrast zur Schwere und Düsternis des Inhaltes geschaffen hätte. Stattdessen wurde auf gute Formulierungen gesetzt, jedoch mit vielen Wiederholungen. Erst im Verlauf wurde der Schreibstil deutlich geschmeidiger. Als hätte er sich eingeschliffen. In diesem Moment hat sich die Geschichte schon insoweit weiterentwickelt, dass die Charaktere realistischer wirkten.
Gerade Caylin sollte wohl zu Beginn eher undurchsichtig bleiben, bis sie an dem Punkt ist, mehr als nur Wut und Abweisung zu zeigen. Mit Ric hingegen wurde ich ein wenig schneller warm, aber auch das hat gedauert.
Die Idee für sich ist durchaus interessant. Allerdings hatte ich meine Schwierigkeiten, alles logisch zu erfassen. Bei Fantasy mag Logik nicht immer eine große Rolle spielen, doch jede erdachte Welt folgt Regeln. Da waren manche Erklärungen nicht immer greifbar. Kann man aber darüber hinwegsehen, vermag die Story durchaus zu unterhalten, und schafft es, einen mitzunehmen. Begünstigt durch die Rasanz in den spannenden Szenen.
Der erste Band einer Reihe ist oftmals noch etwas holprig, deswegen werde ich weiterhin dranbleiben. Logischerweise ist einiges offengeblieben, das mich doch neugierig zurückgelassen hat. Insbesondere was Rick betrifft.
Fazit
Der erste Band einer düsteren Fantasy-Story mit ein wenig Spice. Vielleicht braucht der ein oder andere etwas, um reinzukommen, aber es lohnt sich, also bleibt dran.
Ich vergebe drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.