
Der Blick über die Grenzen zeigt: Die liberalen Demokratien sind in der Defensive, längst ist unklar, ob nicht der Autokratie die Zukunft gehört. Und auch in Deutschland haben der Aufstieg des Rechtspopulismus und die zunehmende soziale Ungleichheit zu einem Verlust von Vertrauen in die Demokratie geführt, der ihr Verschwinden denkbar werden lässt.
Dieser Essay blickt nicht nostalgisch auf die gute alte Zeit der liberalen Demokratie zurück, sondern betrachtet diese als historisch spezifische Ordnung in einer Phase kollektiven Wohlstands, die an ihr Ende gekommen ist. Statt Visionen zur Rettung des Überkommenen zu entwerfen, fragen die Autoren, was danach kommen könnte: Expertokratie, Digitalisierung und verschärfte Exklusionen sind nicht zwangsläufig ein »neuer Faschismus«, stellen aber eine neue Ära von Aufruhr und Ordnungszerfall in Aussicht.
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