Als der Nachbar Özgür völlig aufgelöst an Omma Emmas Tür klingelt wusste sie, dass etwas Schlimmes passiert war. Özgürs Schwester Selma war schon seit Tage verschwunden. Sie war eines abends nicht aus dem Schrebergarten nach Hause zu ihrer Familie gekommen. Sie mochte den Namen Omma Emma eigentlich nicht, aber Özgür nannte sie immer so. Nun gut, dacht Emma gehen wir Selma suchen. Auf der Suche nach Selma kamen sie auch am Pleckenbrinks See vorbei und entdeckten eine Tote. Es war Gott se Dank nicht Selma, sondern ein Mitglied des Schrebergartenvereins, Sara Winter. Nun waren Emma und Özgür mitten in den Ermittlungen und sie fragten sich ob beide Fälle etwas miteinander zu tun hatten.
Der Ruhrgebietskrimi Omma Emma und die Toten vom Schrebergarten von Astrid Plötner spielt in einem Kleinod im Ruhrgebiet: dem Schrebergarten. Es ist ein Idyll wie das Cover schon zeigt, nur der umgefallene Zwerg mag das Idyll ein wenig stören. Das wird der Krim bis zum Ende sehr spannend und mit viel Augenzwinkern auflösen. Die Hauptpersonen sind zwei Amateure, was die Ermittlungen angehen. Da ist die Frührentnerin Omma Emma und ihr Nachbar und Taxifahrer Demir Özgür. Daneben spielt auch noch Hauptkommissar Vieth eine gehobene Nebenrolle, na klar ist ja auch die Polizei. Die meiste Handlung spielt natürlich im Schrebergarten und da nimmt uns die Autorin mit auf sehr ungewöhnliche Ermittlungen und die beiden, die auf der Suche nach Özgürs Schwester sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Omma Emma ist sehr organisiert, aber ach spontan in ihren Ermittlungen, Özgür geht eher mit einer gewissen Holzhammer Methode vor. Außerdem sin da noch zwei wichtige Darsteller, die tragende Nebenrollen spielen, wie die 15-monatige Alina, die meist getragen wird und der Labrador Bosko, der meisten an der Leine zieht oder schlapp in der Ecke liegt, Diese Mischung aus unterschiedlichen Personen würzt das Buch von vorne bis hinten und es sind auch manchmal nicht ganz gewöhnlich Einfälle, die die Autorin einstreut. Die Sprache ist sehr bildhaft und man ist eigentlich schnell mitten in einem spannenden Film, der bis zum Ende einiges zu bieten hat.
Ich mag die Krimis von Astrid Plötner und mit diesem Ermittlerduo hat sie etwas Besonderes geschaffen, Figuren mit dem man sich identifizieren kann. Es macht Spaß diesen Krimi zu lesen und sich in der Region zurecht zu finden als Kind des Ruhrgebiets. Ein klare Leseempfehlung gibt es von mir.