Mit viel Witz und Charme setzt der Autor eine wahnwitzige Kettenreaktion in Gang, die mich richtig gut unterhalten hat. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil aus der Perspektive von Joséphine, die sehr genau beschreibt, wie das Geschehen so aus dem Ruder laufen und schließlich in besagter Zoo-Katastrophe gipfeln konnte. Die Geschichte verbindet dabei einige rote Fäden: zum einen versuchen die Kinder der Förderschule herauszufinden, wie es zu dem Wasserschaden in ihrer Schule kommen konnte. Dabei war es faszinierend mitzuerleben, wie sie weitaus cleverer vorgingen als die Erwachsenen - einfach auch weil sie alle ihre Eigenheiten viel besser kennen und daher von vornherein bestimmte Szenarien ausschließen oder vermuten konnten. Zum anderen müssen die Kinder in der benachbarten Gesamtschule mit den Kindern klarkommen, die leider einiges an Vorurteilen zur Schau stellen und sich dementsprechend fies verhalten. Auch der Direktor glänzt nicht gerade, was bei ihm aber vor allem auf Unwissenheit und dem unbedingten Wunsch basiert, der Lehrerin gefallen zu wollen und die Kinder so gut wie möglich einzubinden. Neben einer sehr unterhaltsamen Geschichte lernen wir einiges über versuchte Inklusion und ihre auf falschem guten Willen, Unwissenheit und Vorurteilen basierenden Tücken, aber auch über die Einzigartigkeit und Besonderheit eines jeden Einzelnen sowie den Zusammenhalt und die Freundschaft in der Gruppe. Und ein bisschen romantisch wird es auch.