Inhalt: Kerasea Vestal ist nicht nur eine mächtige Hohepriesterin, sie ist auch der letzte Spross einer ausgelöschten magischen Blutlinie. Dieses Geheimnis muss sie um jeden Preis bewahren, denn sollte ihre wahre Herkunft ans Licht kommen, würde das ihren Tod bedeuten. Deshalb muss sie sich vor allem von Prätor Torren Morvane fernhalten, dem Mann, der sie seit seiner Kindheit zu Fall bringen will. Doch als die beiden gemeinsam in einer Burg eingeschlossen werden und dort ein Mord geschieht, sind sie gezwungen, zusammenzuarbeiten. Schon bald sind nicht nur ihre Leben in Gefahr, sondern auch ihre Herzen.
Meinung: Verity Guid ist eine Mischung aus Romantasy und Krimi, die in einer mittelalterlichen Welt spielt. Armut, Intrigen und Machtkämpfe gehören hier zum Alltag und sorgen von Anfang an für eine spannende Ausgangslage. Im Mittelpunkt stehen Kerasea und Torren, aus deren beiden Perspektiven die Geschichte erzählt wird.
Kerasea ist eine beliebte Hohepriesterin, die stets darauf bedacht ist, dem herrschenden Senat nicht unangenehm aufzufallen und gleichzeitig ihr großes Geheimnis zu bewahren. Sie ist mitfühlend, gutherzig und beim Volk sehr beliebt. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, der zugleich der vorherige Hohepriester war, muss sie erst noch in ihre neue Rolle hineinwachsen und versucht dabei, ihre Unsicherheit zu verbergen.
Torren Morvane ist der gefürchtete Prätor des Senats. Er gilt als kaltherzig und gnadenlos, ist pflichtbewusst und meistens ziemlich mürrisch. Hinter dieser Fassade steckt allerdings ein Mann, der Unschuldige unbedingt beschützen möchte und nach wie vor Rache für das Schicksal seiner Familie sucht. Ein Schicksal, für das er Kerasea die Hauptschuld gibt.
Zwischen den beiden herrscht von Anfang an eine starke Anziehung, die sie beide zu ignorieren versuchen. Doch je länger sie gemeinsam in der Burg festsitzen und nach dem Mörder suchen, desto schwieriger wird es, ihre Gefühle füreinander zu verdrängen.
Auch der Mordfall selbst hat mir gut gefallen. Der Täter ist gefährlich und kaltblütig, und durch die Situation auf der Burg entsteht zusätzlicher Druck. Die Beteiligten sind während eines Konklaves eingeschlossen und können die Burg nicht verlassen, wodurch die Suche nach dem Mörder noch spannender wird.
Dazu kommen jede Menge Intrigen, Lügen und Geheimnisse, die hinter den Kulissen lauern. Immer wieder stellt sich die Frage, wem man eigentlich vertrauen kann.
Leider bin ich mit keiner der Figuren so richtig warm geworden. Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten und gerade die Mischung aus Romantasy und Krimi hat mir gefallen.
Fazit: Ein spannender Mix aus Krimi und Romantasy mit Magie, Intrigen, Geheimnissen und einer verbotenen Anziehung. Auch wenn mich die Charaktere nicht ganz erreichen konnten, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann das Buch durchaus empfehlen.