In diesem Debütroman von Birgit Bachmann geht es um die Mitglieder der Familie Wortmann, was der Leser allerdings erst nach einiger Zeit erfährt. Die kurzen Kapitel sind mit den Überschriften Elvira, Sigrid, Kathi, Mona, Frieda, Fiete usw. versehen, was ich zunächst etwas verwirrend fand. Selbst als klar war, dass es sich um Mutter, Großmutter, Töchter, Schwiegersohn, Enkel handelt, hätte ich es sehr begrüßt, wenn das Buch einen Stammbaum enthalten hätte, um nachschlagen zu können, in welchem Verhältnis die einzelnen Personen zueinanderstehen.
Den Beginn des Buchs fand ich interessant, doch mein Interesse ließ leider immer mehr nach. Obwohl mit der Zeit klar wurde, dass die Personen miteinander verwandt sind, kamen mir die Kapitel eher wie unzusammenhängende Kurzgeschichten und nicht wie ein Roman vor. Es werden unter anderem lang gehütete Geheimnisse aufgedeckt, Überlegungen angestellt, ob man bestimmte Personen ausfindig machen sollte und die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder untereinander beleuchtet. Immer wenn ein Handlungsstrang mich zu interessieren begann, war das Kapitel zu Ende und es wurde eine neue Geschichte erzählt. Das hat meinen Lesefluss ziemlich gestört. Die Personen blieben mir fremd. Ich hatte mir mehr von diesem Buch erhofft.