Todeskarussell von Patrick McGinley - aus dem Blanvalet Verlag
Der Autor, Patrick McGinley veröffentlicht hier seinen ersten und actionreichen Thriller. Dabei werden wir Leserschaft tief in die Ermittlungsarbeit von Kim Sperling und Andy Steger hineingezogen. Am Berliner Flughafen taucht, bei der Gepäckausgabe, auf dem Laufband ein Toter auf. Im Arm einen süßen Teddy, der kurze Zeit darauf explodiert und die Passagiere in Panik versetzt. Schnell wird hier zu Beginn deutlich, was sich auf dem Coverbild des Buches abspielt. Doch dies stellt erst den Anfang einer grausamen und brutalen Mordserie dar. Fragen über Fragen türmen sich für die beiden Ermittler auf. Dabei stellt sich heraus, dass Kim gerne Alleingänge vollzieht und ihr Kollege Andy dabei das Nachsehen hat. Kim stellt eine junge Ermittlerin dar, die sich anscheinend zu beweisen hat. Doch letztendlich rutscht sie in brandgefährliche Situationen, die auch ihr eigenes Leben ernsthaft bedrohen. Ein ungleiches Ermittlerduo, welches trotz großer Unterschiede gut auf sich eingestellt ist und dabei Erfolge verbucht. Im hohen Tempo und mit starken und actionreichen Szenen sind die Ermittlungsstränge durchzogen. Kaum kommt man beim Lesen wieder zu Atem, geschieht das nächste unvorhersehbare Ereignis in dem umfangreichen Mordfall. Dabei zeichnet sich der Autor durch einen klaren Schreibstil und durch seine gut durchdachte Leselinie aus. Die Geschehnisse sind bis zur letzten Seite nachvollziehbar und lassen keinerlei Fragen offen. Mich hat der erste Roman des Autors dennoch nicht gänzlich überzeugt. Die Verstrickungen des Mordmotivs und die brisanten bis höchst gefährliche Situationen werden hier zu einer wunderbaren Einheit zusammengeführt, doch fehlte es mir etwas an persönlichen Beziehungen. Kim als Ermittlerin, ist sehr engagiert und gerät in gefährliche Situationen, doch fällt es schwer Bezug zu ihr, als Hauptprotagonistin, aufzunehmen. Irgendwie fehlte mir der Kitt der die Verbindung zwischen Aktion und Emotion ausmacht. Wer jedoch auf starke Action und ein persönliches Mordmotiv steht, ist hier genau richtig. Und eines verrate ich hier jetzt noch schnell, es bleibt nicht bei einer Bombe.