»Dem einst geteilten und nun wieder ganzen Land hat er sein dichterisches Werk vermacht. Und was für eines: Wer unter Deutschlands Dichtern seit Heinrich Heine hat so messerscharf politisch reimen und gleichzeitig auch so zärtliche Gedichte über die Liebe und die schönen Seiten des Lebens schreiben können? « Joachim Gauck
»In der Geschichte der deutschen Literatur mangelt es nicht an Autoren, die verbannt und vertrieben wurden, die man in Gefängnissen und Konzentrationslagern mißhandelt und gepeinigt hat. Doch einen, der nicht singen und nicht publizieren durfte und der dennoch gehört und gelesen wurde, einen, der den Widerstand gegen den Terror symbolisierte, der den Nonkonformismus geradezu verkörperte und dies elf Jahre lang, einen solchen Deutschen kannte man vor ihm nicht, vor ihm, Wolf Biermann. « Marcel Reich-Ranicki
»Wolf Biermanns Tagebücher sind ein Zeugnis für einen einzigartigen Lebensweg, eine Biografie, die das 20. und 21. Jahrhundert verbindet: anschaulich, schmerzhaft, lebensnah, widersprüchlich, hoffnungsvoll, optimistisch, pessimistisch, fehlerbeladen, vorausblickend, intelligent und sprachgewaltig. Kein Tagebuch aus dem Leben eines Taugenichts, sondern aus dem Leben eines ganz normalen Genies. « Ilko-Sascha Kowalczuk
»Die verbotene Stimme einer Epoche, von der eines Tages, wenn sie so oder so vergangen ist, nichts Gleichwertiges übrig bleibt. « Max Frisch, Berliner Journal 1973