Gelassenheit gilt im pädagogischen Alltag als erstrebenswerte professionelle Eigenschaft. Doch wie lässt er sich von Konzepten wie Achtsamkeit, Resilienz oder Selbstregulation abgrenzen? Das Buch entwickelt Gelassenheit als bildungswissenschaftlich anschlussfähigen Begriff professioneller Haltung. Auf interdisziplinärer Grundlage wird ein Modell vorgestellt, das pädagogisches Handeln unter Bedingungen von Ungewissheit, Ambivalenz und Kontingenz beschreibt. Besondere Aufmerksamkeit gilt inklusiven Kontexten, in denen Urteilskraft, Beziehungsgestaltung und Autorität in komplexen Situationen gefordert sind.