Man findet gut in Jakob Webers zweiten Fall hinein, auch wenn man den ersten nicht gelesen hat. Dieses Buch befasst sich mit einem aktuellen Fall, es gibt auch eine übergeordnete Handlung, die sich mit einem Fall aus dem ersten Band beschäftigt und sicher auch im nächsten Band weitergeführt wird. Dieser Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, macht aber dennoch einen übersichtlichen Eindruck und ist angenehm zu lesen. Das sympathische Ermittlerteam kommt gut miteinander aus, aber einige Probleme in den Beziehungen wurden eingeführt, was die Spannung steigert. Die privaten Hintergrundinformationen fand ich gut dosiert und aufgrund des überschaubaren Teams angemessen. Die Mordfälle sind rätselhaft und als Leser kann man sich lange keinen Reim auf die beteiligten Personen machen. Die Ermittlungen fand ich sehr geradlinig und glaubhaft. Das Setting im hohen Norden mit den Einschränkungen abgelegener Schauplätze trägt zu einem düsteren, unheilvollen Gefühl bei. Die Lösung konnte mich allerdings nicht überzeugen, da hatte ich mehr erwartet und ziehe einen Stern ab. Einen dritten Fall würde ich trotzdem gerne lesen.