Für uns ist es das erste Buch aus der Reihe der kleinen Spinne Widerlich, obwohl mein Sohn bereits von ihr aus dem Kindergarten berichtet hat.
In diesem Abenteuer unternimmt sie mit ihrem Freund Niesi eine Nachtwanderung, was thematisch sehr passend ist, denn die langsam kürzer werdenden, noch warmen Sommerabende eignen sich momentan auch in Realität gut, um mit kleineren Kindern und Taschenlampen Mal etwas Neues zu unternehmen und in der Dämmerung Forscher zu spielen.
Im Mittelpunkt stehen die Tiere, die nachtaktiv und heimisch sind wie Glühwürmchen, Waschbären oder Fledermäuse und denen man vielleicht auf den ersten Blick nicht soviel Beachtung schenkt. Dabei erzählen sich die kleine Spinne und Niesi spannende Details zu den ersten Beobachtungen oder ihre Freunde, denen sie am weiteren Weg begegnen, geben naturwissenschaftliche Infos kompakt und für Kinder geeignet weiter. Hierbei gefällt mir sehr gut, dass immer jemand anderes Wissen liefert, so erscheint kein einzelnes Lebewesen allwissend. Zusätzlich achten die beiden Spinnen stets darauf nicht zu laut zu werden, denn dies mögen die meisten Tiere nicht, schon gar nicht die Bewohner der Nacht. Einzig bei der Erklärung zum Mond-Verhalten hätte man den Neumond auch noch erwähnen können.
Die Illustrationen sind auf den ersten Blick anders, wären wahrscheinlich nicht sofort meine erste Wahl, aber kamen bei meinen Kindern super gut an und wurden als witzig gezeichnet empfunden.
Der kleine blaue Käfer, der auf jeder Seite zu suchen ist, war zusätzlich eine tolle Methode das Vorlesen interaktiv zu gestalten.
Fazit: Es ist eine herzige Geschichte mit kurzen, lehrreichen Fakten in die man perfekt kurz als Abenteuer Abtauchen kann und verzaubert zurückkehrt.