In Das Geheimnis des Geigenbauers erzählt Evie Woods von Devlin, der seiner Freundin ein besonderes Geschenk machen möchte und deshalb am Flughafen ein Fundstück kauft: eine Geige. Kurz darauf erfährt er, dass genau dieses Instrument aus einem Auktionshaus gestohlen wurde. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Geschichtslehrer Walter und der Gutachterin Gabrielle versucht er herauszufinden, woher die geheimnisvolle Geige stammt und wer sie gebaut hat. Währenddessen setzt die Auftraggeberin des Diebstahls alles daran, das Instrument zurückzubekommen.
Parallel dazu führt eine zweite Erzählebene zurück zu den Ursprüngen der Geige. Die beiden Handlungsstränge laufen dabei eher nebeneinander her und werden vor allem durch die Geige miteinander verbunden, die auf die Menschen, die mit ihr in Berührung kommen, eine besondere, kaum erklärbare Anziehungskraft ausübt.
Besonders interessant fand ich die Erzählweise: Während die Gegenwartshandlung in der dritten Person erzählt wird, bekommt die Vergangenheitsebene eine sehr ungewöhnliche Perspektive, die dem Roman eine deutlich phantastischere Note verleiht. Damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet, weshalb ich etwas Zeit gebraucht habe, um mich darauf einzulassen.
Insgesamt entwickelt sich eine spannende Mischung aus Geheimnisroman, Detektivgeschichte und leichtem Krimi, die mich trotz meiner kleinen Vorbehalte sehr gut unterhalten hat. Vor allem die geheimnisvolle Atmosphäre und die Idee, die Geschichte einer Geige über viele Jahrzehnte hinweg zu erzählen, haben dafür gesorgt, dass mich das Buch bis zum Schluss gefesselt hat.