Marianne Corvo ist Filmkritikerin. Als ihr Kollege erkrankt, muss sie den Hollywoodstar Ben Whyte interviewen. Dabei blamiert sie sich bis auf die Knochen. Doch Ben ist vollkommen entzückt von so viel Tollpatschigkeit und meldet sich im Laufe der Jahre immer wieder bei Marianne.
Ich muss gestehen, ich fand die Interviewsituation nicht halb so entzückend wie Ben Whyte. Bei mir hat Marianne Corvo einen ganz großen Fremdschammoment ausgelöst, der sich nur ganz langsam wieder auflöste. Bis zum Ende des Hörbuchs bin ich mit der weiblichen Hauptfigur nicht richtig warm geworden. Klar, sie wollte ihr Herz nicht an einen allseits umschwärmten Hollywoodstar verlieren und hatte Angst verletzt zu werden. Ich habe genau aus diesem Grund immer wieder Kommunikation zwischen ihr und Ben vermisst.
Für mich war ganz deutlich, dass Ben einen Narren an Marianne gefressen hatte. Zum einen zeigte sich dies in seinen Taten (Wenn er sie spontan mit ans andere Ende der Welt nehmen wollte), aber auch in seinen Worten (Was soll ich nur mit dir machen). Da hätte ich an der Stelle von Marianne zumindest einmal locker nachgehakt. Insgesamt mochte ich Ben und hätte gerne mehr über ihn erfahren.
Im Laufe des Hörbuchs ist der Geschichte die Puste ausgegangen. Da gab es zu viele Wiederholungen im Ablauf. Hier ein Treffen, da ein Treffen, Funkstille, Rückzug Ben, Rückzug Marianne usw. Das hätte gerne schneller gehen können. Denn irgendwann hat es mich ermüdet. Das Ende hat mir gefallen und war natürlich längst überfällig.
Britta Steffenhagen ist eine erfahrene Hörbuchsprecherin. Sie passte für die Figur der Marianne Corvo hervorragend. Marianne ist erwachsen, steht fest im Leben, liebt ihre Arbeit, trifft sich regelmäßig mit ihrem Freundeskreis. Dafür hat die Sprecherin genau die richtige Stimme.
Alles in Allem ein schönes Hörbuch mit einer Liebesgeschichte, die im Großen und Ganzen so hätte passieren können. Sie war mir nur zu lang und die weibliche Hauptfigur hätte selbstbewusster sein dürfen.