Die beliebte und geschätzte Kriminalpsychologin Hannah Jakob ist tot. Es scheint sich um einen tragischen Unfall zu handeln. Rebekka Just hingegen lässt das Gefühl nicht los, dass es sich um einen raffinierten Mord handeln muss. Unterstützung erhält sie unerwartet von einem langjährigen undercover Wegbegleiter von Hannah Jakobs, Krølle. Zunächst ist Rebekka unentschlossen, inwieweit sie diesem kauzigen Agenten trauen kann. Aufgrund seines hervorragenden Netzwerks, welches auch in Rebekkas Kollegenkreis angesiedelt ist, sowie seiner Möglichkeit, auch abseits gängiger Pfade ermitteln zu können, arbeiten sie sich gegenseitig zu. Nach und nach erschließt sich die ganze Tragweite dieses Mordes, welcher immer mehr Opfer zutage fördert.
Kaltes Versprechen packt mich von Anfang an. Schon der Epilog in seiner düsteren Bedrückung macht Lust auf mehr. Ich erlebe eine Lesereise mit Umwegen, Abkürzungen, Sackgassen und letztlich mit einer gewissen Ahnung, die jedoch nicht an das heranreichen kann, was Frau Peters präsentiert. So abgebrüht und perfide. So sicher im Unrecht
Die Autorin hat sich einen schlüssigen Plot erdacht und breitet diesen auf ihrer gewählten Bühne interessant, gut recherchiert, spannend, wendungsreich und mit einem letztlich doch überraschendem Finale aus. Die Protagonisten sind gut gezeichnet und ich begleite sie gerne auf ihrem Weg. Inwieweit es sich um einen Thriller und nicht doch nur um einen hervorragenden Kriminalroman handelt, überlasse ich anderer Einschätzung.
Lese-Empfehlung für Liebhaber solider Ermittlungsarbeit, gepaart mit ungewohnten Wegen.
Katharina Peters, Kaltes Versprechen, Thriller, eBook, Aufbau Verlag, 416 Seiten in der Print-Ausgabe, Erscheinungsdatum 14.07.2026