Das Lehrbuch vermittelt zentrale Theorien der Medienpsychologie und verknüpft sie mit aktuellen digitalen Entwicklungen. Es analysiert, wie Medien unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Medienpsychologie bietet einen systematischen Überblick über klassische Medienwirkungsmodelle und aktuelle digitale Dynamiken. Das Buch verbindet etablierte Ansätze wie Uses and Gratifications oder Schweigespirale mit Konzepten wie FOMO, Filterblasen und soziale Vergleichsprozesse. Eigene Theoriemodelle, darunter Influencer Illness, Election Disruption und Konfliktfelder der Wahrnehmung sowie Kommunikationsvermittlung, werden wissenschaftlich eingeordnet. Der Aufbau führt von Grundlagen über Theorien und Medienkontexte bis zu Anwendung, Medienkompetenz, digitaler Ethik und sozialer Verantwortung. Abschließend richtet sich der Blick auf die zukünftige Positionierung der Medienpsychologie im wissenschaftlichen Diskurs. Eine strukturierte Didaktik mit Beispielen und Lernhilfen unterstützt den Einsatz in Studium und Lehre. Das Werk richtet sich an Studierende der Medien-, Kommunikations- und Psychologiewissenschaften sowie an Lehrende und Fachkräfte in Medienbildung, Journalismus, Pädagogik und politischer Kommunikation.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 17
Teil I: Grundlagen der Medienpsychologie 19
Kapitel 1 Definition, Ziele und Relevanz der Medienpsychologie 21
1. 1 Definition und interdisziplinäre Einordnung 21
1. 2 Relevanz im digitalen Zeitalter 22
1. 3 Begriffsformen in der Medienpsychologie 24
Literatur 25
Übungsaufgaben zu Kapitel 1 25
Lösungen zu Kapitel 1 26
Kapitel 2 Kommunikation & Wahrnehmung 27
2. 1 A Mathematical Theory of Communication (Shannon & Weaver) 27
2. 2 Formula of Communication: Who says what in which channel to whom with what effect? (Lasswell) 30
2. 3 Medien als Wahrnehmungs- und Vermittlungsinstanz 33
2. 4 Forschungsmethoden in der Medienpsychologie 39
Übungsaufgaben Kapitel 2 46
Lösungen Kapitel 2 46
Teil II: Klassische und moderne Theorien der Medienwirkung und Kommunikation 49
Kapitel 3 Klassische Medienwirkung & Kommunikationsstörungen 51
3. 1 Two-Step Flow of Communication (Lazarsfeld et al.) 51
3. 2 Theorie der Schweigespirale (Noelle-Neumann) 54
3. 3 Cultivation Theory (Gerbner et al) 57
3. 4 Agenda-Setting Theory (McCombs & Shaw) 61
3. 5 Framing Theory (Entman & Iyengar) 65
3. 6 Priming ein kognitionspsychologischer Wirkungsansatz (Iyengar, Peters & Kinder) 69
3. 7 Elaboration Likelihood Model (Petty & Cacioppo) 72
3. 8 Uses and Gratifications Approach (Blumler & Katz) 76
3. 9 Konfliktfelder der Wahrnehmung und Kommunikationsvermittlung (Hermanni) 79
Übungsaufgaben Kapitel 2 86
Lösungen Kapitel 2 86
Kapitel 4 Wissenschaftliche Konzepte für digitale Medien & soziale Netzwerke 89
4. 1 Filter Bubble Hypothesis (Pariser) 89
4. 2 Echo Chamber Hypothesis (Sunstein) 93
4. 3 Fear of Missing Out (Przybylski et al.) 97
4. 4 Social Comparison Theory (Festinger) 101
4. 5 Online Disinhibition Effect (Suler) 105
4. 6 Reinforcing Spirals Model (Slater) 109
4. 7 Influencer Illness Eine theoretisch fundierte Betrachtung eines neuartigen Abhängigkeitsphänomens im digitalen Zeitalter (Hermanni) 112
4. 8 Modelle der Social-Media-Kommunikation medienpsychologische Perspektiven auf kommerzielle und gemeinwohlorientierte Einflussprozesse (Hermanni) 118
Übungsaufgaben Kapitel 4 125
Lösungen 126
Teil III: Psychologische Perspektiven auf Politik, Gesellschaft und Entertainment 129
Kapitel 5 Politische Kommunikation & digitale Manipulation 131
5. 1 Anwendung klassischer Theorien in digitalen Kontexten 131
5. 2 Microtargeting und Behavioral Advertising 136
5. 3 October Surprise: Politische Überraschungseffekte in Wahlkämpfen (Sick) 141
5. 4 Election Disruption ein analytischer Ansatz der politischen Kommunikation (Hermanni) 145
5. 5 Psychologische Kriegsführung und mediale Einflussoperationen (Hermanni) 150
Übungsaufgaben Kapitel 5 160
Lösungen 161
Kapitel 6 Medienpsychologische Effekte auf Individuum und Gesellschaft 163
6. 1 Medienwirkung auf Emotionen, Kognition und Verhalten 163
6. 2 Medien und mentale Gesundheit 171
6. 3 Polarisierung, Desinformation und Vertrauensverlust 177
6. 4 Emojis als funktionaler Ersatz nonverbaler Face-to-Face-Kommunikation 182
Übungsaufgaben Kapitel 6 186
Lösungen 186
Kapitel 7 Audiovisuelle Medien und Unterhaltungspsychologie 189
7. 1 Emotionale Reaktionen auf Film und Fernsehen 189
7. 2 Gewalt und Empathie 193
7. 3 Gamification, Immersion (Eintauchen) und digitale Spiele 197
7. 4 Digitale Dating-Apps zwischen Unterhaltung und Selbstpräsentation 202
Übungsaufgaben Kapitel 7 206
Lösungen 207
Teil IV: Zukunftsperspektiven und Medienkompetenz 209
Kapitel 8 Zukunft der Medienpsychologie 211
Einführung: Paradigmenwechsel im digitalen Zeitalter 211
8. 1 Künstliche Intelligenz, Sprachmodelle und immersive Medien 212
8. 2 Forschungslücken und Weiterentwicklungen 215
8. 3 Anwendungsfall: Information Disorientation als exemplarische Theorieentwicklung mit empirischer Fundierung (Hermanni) 218
Übungsaufgaben Kapitel 8 224
Lösungen 224
Kapitel 9 Medienkompetenz, Ethik und soziale Verantwortung 227
9. 1 Begriff und Dimensionen der Medienkompetenz 227
9. 2 Prävention problematischer Mediennutzung 229
9. 3 Ethische Grundlagen der Medienkommunikation 231
9. 4 Verantwortung in digitalen Räumen 234
9. 5 Werteorientiertes Handeln in digitalen Medienwelten 235
9. 6 Soziale Verantwortung und gesellschaftliche Perspektiven 236
Literatur 238
Übungsaufgaben Kapitel 9 240
Lösungen 240
Stichwortverzeichnis 243