
Die Geschichte des autonomen Fahrens ist von einer eigenartigen Naherwartung geprägt: Die ferngesteuerten Prototypen der 1960er Jahre wurden ebenso als Beweis einer nahen Verkehrswende gesehen wie aktuelle Fahrzeuge, die Autonomie mithilfe künstlicher Intelligenz erreichen sollen. In drei Fallstudien analysiert Sebastian Pranz die Imaginaries autonomer Technologie, von denen nicht nur die technologische Dimension des Langzeitprojekts berührt wird, sondern auch die Erwartungen an die beteiligten Menschen. Darüber hinaus hat das Narrativ des autonomen Verkehrs aber auch eine eigene Temporalität: Unter dem Eindruck der »technologischen Naherwartung« wird die noch unvollendete Technologie zum Erlebnisraum für das Fahren von morgen.
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