Ich habe Riccardo Simonetti im Zuge eines Events kennengelernt, für das ich ihn gebucht hatte. Damals war er noch ein kleinerer Influencer, aber hat mit seinem Charme und seiner Energie, seinem Enthusiasmus alle im Raum angesteckt. Und somit auch mich zum Fan mutieren lassen. Seitdem verfolge ich seinen Weg und freue mich über seine Karriere, seine zunehmende Sichtbarkeit, weil er einfach ein guter Kerl ist, der das Herz am rechten Gleck trägt. Er ist ein Role Model und für viele eine Inspiration. Das er das in einem Buch verpackt und die richtigen Fragen stellt, die sich heutzutage Männer stellen sollten, ist für mich nur konsequent und sehr glaubhaft.
Wann ist ein Mann ein Mann? fragte auch schon Herbert Grönemeyer und an Aktualität hat das Thema sicher nicht verloren, sind jedoch die Herausforderungen der heutigen Zeit andere. Sehr persönlich führt Simonetti durch 10 Kapitel, die sowohl seinen Weg beschreiben, als sich auch mit gegenwärtigen Entwicklung und Problemen auseinandersetzen. Es fühlt sich beim Lesen an, als führe man ein Gespräch, ein offenes, transparentes. Es liest sich weder anklagend, noch aufrührerisch, sondern eher aufrütteln und fragend. Man kann an dieser Stelle anmerken, dass er zu oberflächlich bleibt, ich glaube aber, dass die Tiefenanalyse gar nicht Sinn und Zweck hinter seinem Buch ist. Er versucht in Zusammenarbeit mit Freunden und Kollegen, denen er jeweils immer 15 Fragen stellt, aufzuklären, zu vermitteln und sich selbst herzuführen, warum wir manche Entwicklungen in der Gesellschaft sehen. Es liest sicher eher wie ein Versuch verschiedene Lager zu vereinen, eine Gruppendiskussion zu eröffnen, bei der sich alle friedlich und ruhig mit der Geschichte auseinandersetzen oder aber auch mit Phänomenen wie der neuen toxischen Männlichkeit, die uns Fragen aufgibt. Mich hat vor allem seine Art der Schilderung überzeugt, dass es sich nicht wie ein Sachbuch liest, sondern wie ein Gespräch auf Augenhöhe am Kaminfeuer und danach macht sich jeder seine Gedanken, nimmt das als Anstoß vielleicht die eine oder andere Position zu überdenken. Gerade als Mutter eines Sohnes umtreibt mich die Frage, welche Männer in Zukunft unsere Gesellschaft prägen werden und dafür sind solche Sichtweisen wie seine goldwert.