Mit Love Song dürfen wir erneut in die Welt der Charaktere aus der Off Campus Reihe und der Briar U Reihe eintauchen. Es geht um die nächste Generation, genauer um Wyatt Graham und Blake Logan, die im Sommerhaus ihrer Familien am Lake Tahoe aufeinandertreffen und dort den Sommer verbringen, bevor der Rest der Familie sowie die weiteren bekannten Charaktere auftauchen. Blake ist sich unsicher bezüglich ihrer Zukunft und möchte den Sommer dazu nutzen, um sich darüber Gedanken zu machen, während Wyatt in einer Schreibblockade steckt und diese dank der Ruhe am Lake Tahoe überwinden möchte, damit er neue Songs schreiben kann. Seitdem Blake ihm mit 16 Jahren ihre Gefühle gestanden und er sie abgewiesen hat, möchte sie sich so weit wie möglich von Wyatt fernhalten, doch nun sind sie allein in dem Haus und das Knistern zwischen ihnen kehrt zurück.
Ich mochte die Geschichte von Wyatt und Blake sehr gerne, die beiden sind authentisch und teilweise merkt man ihnen noch eine gewisse Unerfahrenheit und Unsicherheit an, gerade bezüglich ihrer beruflichen Zukunft. Doch über den Roman hinweg ist da eine deutliche Entwicklung zu beobachten und sie lernen, wofür sie brennen und, was ihre Leidenschaft ist. Ich fand es super, dass es hier ein Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren gab, jedoch kenne ich bisher nur einige der Off Campus Bücher, sodass es mir schwerfiel, die ganzen Figuren auseinanderzuhalten. Für eingefleischte Fans ist das bestimmt einfacher, aber gerade für diejenigen, die bisher noch keinen der vorherigen Romane gelesen haben, wäre vielleicht eine Art Stammbaum o. Ä. hilfreich, um die Verbindungen zwischen den Figuren besser nachvollziehen zu können. Der Schreibstil der Autorin ist, wie gewohnt, locker und leicht, die Geschichte liest sich flüssig und obwohl das Buch mit fast 600 Seiten ziemlich dick ist, kommt man trotzdem schnell vorwärts und man merkt beim Lesen gar nicht, wie die Seiten nur so dahinfliegen. Es gab immer wieder humorvolle Momente, aber auch solche, die voller Emotionen waren und bei denen man mit den Protagonisten mitgefiebert hat. Durch die beiden Perspektiven bekommt man zahlreiche Einblicke in beide Figuren und kann so ihre Handlungen besser nachvollziehen. Etwas, was die Geschichte ein wenig aufgelockert hat und für mich zu einem kleinen Highlight geworden ist, sind die Chatverläufe zwischen den einzelnen Familien, aber auch zwischen den Vätern. Die waren meist sehr amüsant und gerade Graham und Logan in ihrer Vaterrolle zu erleben, war ein besonders Erlebnis.
Alles in allem gefiel mir die Geschichte rund um Blake und Wyatt sehr, ich habe mich über ein Wiedersehen mit den alten Charakteren gefreut und mochte die Dynamik zwischen allen sehr. Durch die vielen Charaktere war es allerdings auch ein wenig verwirrend, gerade für neue Lesende, die die anderen Reihen aus dem Universum noch nicht kennen, könnte dies schnell überfordern. Ich vergebe für dieses Buch 4,5 Sterne und hoffe, dass es noch die ein oder andere Geschichte aus der Welt der Eishockey-Stars geben wird, ich würde mich freuen.