
Social Media verbieten - ist das wirklich der richtige Weg? Australien hat es vorgemacht, und auch in Deutschland fordern Politiker ein Verbot für Kinder und Jugendliche. Dirk von Gehlen hält dagegen: Verbote lenken von den eigentlichen Lösungen ab. Sie verhindern genau das, was wir brauchen - eine medienkompetente Gesellschaft.
Der Journalist und Digitalexperte plädiert für demokratischen Optimismus: einen selbstbestimmten, reflektierten Umgang mit Social Media, der auf Aufklärung statt auf Abschottung setzt. Mit einer einprägsamen Metapher macht er sein Anliegen greifbar: TikTok ist wie Zuckerwatte - nicht verboten, nicht verteufelt, aber auch nicht die Grundlage einer ausgewogenen digitalen Ernährung. Das Ziel ist ein gesundes Medien-Menü.
Das Buch liefert starke Argumente gegen die Verbotsdebatte, ermutigt dazu, bei sich selbst anzufangen, und zeigt, was Politik und Gesellschaft tun können. Vier Interviews mit Fachleuten aus Medienpädagogik, Digitalpolitik und Zivilgesellschaft vertiefen die Argumentation. Ein konkreter Zehn-Punkte-Plan und ein praktisches Glossar machen das Buch sofort anwendbar. Für alle, die sich Sorgen um den digitalen Alltag machen - und bereit sind, aktiv etwas zu ändern.
Aus dem Inhalt:
Inhaltsverzeichnis
1. tl; dr ; -) . . . 9
2. For You Page . . . 13
3. Vom Ziel her denken . . . 19
4. Mehr als Zuckerwatte . . . 41
Social-Media-Scham als private Selbstbezichtigung . . . 44
Social-Media-Scham als Beschämung junger Menschen . . . 45
Social-Media-Scham als Begründung für eine falsche politische Forderung . . . 47
Interview mit Dr. Susanne Egger: »Schaut euch an, welche Wünsche und Bedürfnisse eure Kinder haben« . . . 51
5. Besser Sorgen machen . . . 59
6. Teil einer Jugendbewegung . . . 69
Interview mit Marina Weisband: »Wir üben nicht Demokratie, wir leben Demokratie mit all ihren Vorteilen« . . . 76
7. Höchstpersönliche Aufmerksamkeit . . . 91
8. Bessere Fehler -- ein Lob auf das hybride Denken . . . 101
Interview mit Ralf Stockmann: »Wir sollten noch mehr dafür tun, attraktive Gegenangebote zu bauen. « . . . 107
9. Medienkompetenz für alle -- jetzt erst recht! . . . 113
Interview mit Björn Staschen: »Wir müssen die soziale Vernetzung zurückerobern« . . . 126
10. Ändere deine Meinung . . . 133
11. Kann es noch besser werden? Die Möglichkeiten der Politik . . . 141
Wir können besser politisch denken . . . 146
Wir können besser über Jugend sprechen . . . 146
Wir können Digitalisierung besser ernst nehmen . . . 148
Interview mit Dr. Carsten Brosda: »Die größte Problemgruppe ist meine Generation« . . . 152
12. 10 Regeln für dein Medienmenü . . . 159
Schalte die Benachrichtigungen aus . . . 161
Alles, was du zu viel machst, ist schlecht . . . 162
Stell dir vor, deine Minuten sind Euros . . . 164
Spüre, was dir guttut . . . 165
Es kann auch das Gegenteil richtig sein . . . 167
Maschinen sind keine Menschen . . . 168
Arbeite an deinen Einstellungen . . . 170
Lass den Algorithmus für dich arbeiten . . . 172
Brich Reflexe und schaff positive Rituale . . . 173
Hör nicht auf . . . 175
13. Happy End (?) . . . 177
Glossar . . . 183
Anmerkungen . . . 197
Dank . . . 213
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