»Mia Coutos meisterhafter Roman ist bei Weitem keine traditionelle Kolonialismuskritik. Es geht nicht nur darum, was die europäischen Mächte genommen haben, sondern auch darum, was sie in einem gesunden Austausch hätten lernen können. « Paulo Mendes Pinto, Visão
»Schnell befreit sich Mia Couto von den Fesseln der Geschichtsschreibung und wagt sich auf die Pfade der Fantasie, gesäumt von fiktiven und historischen Figuren. Von der ersten Seite an in seinen Bann ziehend, lädt der Roman uns zu einem Tanz ein, um dem Anderen und uns selbst zu begegnen. « Agripina Carriço Vieira, Jornal de Letras
»Mia Couto findet in Der blinde Fluss eine neue Sprache, geformt durch viele verschiedene Sprachen, gesprochene wie geschriebene. Ausgehend von einer unbekannten Episode der Geschichte erforscht Couto die Möglichkeit, einen Ort, eine Erinnerung, eine Kultur zu erzählen und eine andere Art, die Welt zu begreifen. « Luís Ricardo Duarte, Jornal de Letras
»Zeitlos und vielschichtig, ist Der blinde Fluss mehr als ein historischer Roman: Er zeugt von der transformativen Kraft von Erinnerung und Kultur. « Livronews
»Mia Couto hat ein einzigartiges literarisches Universum geschaffen, das westliche Konventionen und die Idee einer einzigen, autoritären Erzählung und Geschichtsschreibung infrage stellt. Der Roman übt scharfe Kritik nicht nur an der physischen Gewalt des Kolonialismus, sondern auch an dessen Verzerrung von Identität und Geschichte. Ein in heutigen Zeiten hoch relevanter Roman, der zur kritischen Reflexion historischer Narrative einlädt, die Bedeutung des Zuhörens auch der zum Schweigen gebrachten Stimmen unterstreicht und so zu einem differenzierten Verständnis von Vergangenheit und Gegenwart beiträgt. « Sprio Mais
»Mia Couto nimmt die afrikanischen Mythen beim Wort. Vielstimmig und sprachmagisch erzählt er von Gewalt und Widerstand und lässt Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen. « Maximilian Mengeringhaus, Deutschlandfunk Kultur
»Ein Roman von außergewöhnlicher literarischer Kraft. Eindrucksvoll gelingt Couto die Balance zwischen Geschichte und Mythos. « Ute Pappelbaum, Lesering. de
»Ein Leseerlebnis voller Symbolik, Metaphern, Einblicke in die afrikanische Kultur und mit skurrilen Figuren, die in der Ich-Perspektive zu Wort kommen. « Maria Lavadinho, ekz Bibliotheksservice
»Magie gegen den Schmerz: Der weiße Afrikaner Couto ist Chronist Mosambiks. Sein einzigartiger Stil verleiht seinem Narrativ einen soghaften Charakter: Realität, Traum, Legende, Magie werden verwoben und der Text beginnt zu pulsieren. Traditionelle Kolonialismuskritik ist das eine. Coutos Werk geht weit darüber hinaus. « Sylvia Treudl, Buchkultur
»Verschüttete Kolonialgeschichte diesen wortgewaltigen Roman lesend, wird man ihr nachgehen wollen. Coutos Schreiben lebt von verwickelten, verborgenen Zusammenhängen. Magischer Realismus, der sich aus afrikanischen Quellen speist. « Irmtraud Gutschke, Junge Welt